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Ob Sie alleine eine Kanzlei gründen oder im Team durchstarten: Beim Berufseinstieg begegnen Ihnen neben neuen Rechtsgebieten auch viele praktische Fragen, die in der akademischen Ausbildung oft zu kurz kommen. Was gehört in eine sachgerechte Mandatsvereinbarung? Wie rechne ich das Mandat richtig ab? Wo schalte ich Werbung – und wie führe ich Mitarbeiter? Bei juris finden Sie Antworten auf Ihre Rechtsfragen und auch auf die organisatorischen Fragen, wenn Sie sich als Anwalt selbstständig machen wollen.
Ihre Vorteile mit juris
Überzeugen Sie sich selbst, wie Sie mit den smarten Produkten von juris ganz einfach effizienter arbeiten.
Setzen Sie sich mit den Vor- und Nachteilen der Selbständigkeit als Anwalt auseinander – sowohl den allgemeinen, berufsspezifischen als auch persönlichen.
Dies gilt umso mehr für den Berufseinstieg: Haben Sie im Rahmen Ihrer Ausbildung bereits Erfahrungen über den Betrieb einer Anwaltskanzlei sammeln können?
Falls nicht, sollten Sie am besten mit mehreren erfahreneren Rechtsanwälten über Ihre Vorstellungen und Fragen sprechen – und in Betracht ziehen, zunächst angestellt zu arbeiten.
Lassen Sie in einem Brainstorming alle Ihre Gedanken zum Thema zu, ordnen Sie diese mittels einer Mindmap – und versuchen Sie sich über alle Themen Klarheit zu verschaffen.
Suchen Sie den Kontakt zu erfahreneren Anwälten und bitten Sie darum, mit diesen ein Gespräch zum Thema „selbstständig machen“ zu führen – und sie eventuell auch danach bei Einzelfragen um Hilfe bitten zu dürfen. Suchen Sie zuerst in Ihrem Bekanntenkreis, dann z.B. über Referendarkollegen und bei Veranstaltungen. Sicher werden Sie während des Studiums ein Praktikum in einer Kanzlei absolviert und im Referendariat einen anwaltlichen Ausbilder gehabt haben. Schon steht Ihr persönliches Experten-Netzwerk.
Zu den organisatorischen und finanziellen Fragen der Kanzleigründung steht in jedem Fall ein Termin mit einem Steuerberater an. Soweit Sie arbeitslos sind, prüfen Sie, ob für Sie die Förderung durch Einstiegsgeld oder einen Gründungszuschuss in Frage kommt – informieren Sie sich bei der Arbeitsagentur.
Schließlich sollten Sie bei der Finanzierung auch an die Bank denken. Bei der KfW kommt eventuell ein Gründerkredit in Frage. Machen Sie sich bei jeder Form der Geldaufnahme aber klar, ob diese Form der Finanzierung wirklich notwendig ist – und wie sich ein ungünstiger Verlauf Ihrer Selbständigkeit auswirken würde.
Bei der in Ihrer Region zuständigen Rechtsanwaltskammer beantragen Sie die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft gemäß §§ 6 ff. BRAO. Zu den Voraussetzungen der Zulassung gehören das bestandene zweite Staatsexamen, keine Überschuldung, keine Vorstrafen und der Verzicht auf unvereinbare Tätigkeiten. Außerdem müssen Sie die Deckungszusage einer Berufshaftpflichtversicherung gemäß § 51 BRAO vorlegen. Bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen Sie eine Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI, beim Finanzamt melden Sie Ihre Tätigkeit als selbstständiger Rechtsanwalt an.
Nach Vereidigung und Zulassung durch die Rechtanwaltskammer beginnt die Kanzleipflicht im entsprechenden Kammer-Bezirk. Bringen Sie ein Kanzleischild an und übermitteln Sie Anschrift sowie Kontaktdaten an die Kammer, um die Erreichbarkeit sicherzustellen.
Vergessen Sie nicht, dass Sie die Kanzlei auch gemeinsam mit anderen Anwälten betreiben können – die Wahl der passenden Rechtsform ist dann eine wichtige Entscheidung.
Von der sog. Wohnzimmerkanzlei bis zu repräsentativen Räumlichkeiten ist alles möglich – wichtig ist: Lage und Zuschnitt der Kanzleiräume müssen zu Ihren finanziellen Möglichkeiten und Ihren weiteren Plänen über die Tätigkeit passen. Aus verschiedenen Gründen ergibt es Sinn, nicht in der eigenen Wohnung zu starten, z. B. wenn Sie vorhaben Mandanten zu empfangen und diesen gegenüber nicht Ihr Privatleben exponieren wollen. Planen Sie dagegen überwiegend beratende Tätigkeiten für Unternehmen, können Sie eher aus dem „Homeoffice“ arbeiten und die Unternehmen für persönliche Besprechungen besuchen.
Für den Berufseinstieg kann ein Büro in einem Start-Up-Zentrum der Uni oder ein Mietbüro eines Office-Centers in Frage kommen – hier bekommen Anwälte auch einfach Kontakt zu potenziellen Mandanten. Auch ein Coworking-Space kann für selbstständige Juristen in Frage kommen, allerdings ist bei diesen Alternativen streng auf die Anforderungen der Kanzleipflicht und die Sicherstellung der Verschwiegenheitspflicht (§ 43a Abs. 2 BRAO, § 2 BORA) zu achten.
In der Kanzlei benötigen Sie die übliche Büroausstattung, dazu eine Toilette und eine kleine Küche. Ein Vorzimmer vor Ihrem Büro ist sinnvoll, und denken Sie auch über eine eventuelle Erweiterung der Anwaltskanzlei durch weitere Kollegen oder Mitarbeiter nach.
Achten Sie vor und nach der Gründung darauf, dass Sie regelmäßig über Ihre Arbeitsabläufe und Ihre Stellung am Markt nachdenken. Eine gründliche, aber effiziente Arbeitsweise, eine individuell passende Mandantenkommunikation und – soweit vorhanden – die richtige Anleitung von Angestellten sind maßgeblich für die Qualität Ihres Angebots.
Bedenken Sie stets: Je mehr Zeit Sie mit der Bearbeitung von Mandaten verbringen können, desto besser: Versuchen Sie, organisatorischen Tätigkeiten, Vor- und Nacharbeiten wie die Abrechnung und die Buchhaltung so früh wie möglich auf Mitarbeiter zu übertragen. Darüber hinaus ist Wachstum möglich, wenn Sie Kollegen einstellen oder in die Sozietät aufnehmen. Denken Sie auch darüber nach, welche typischen Rechtsfälle immer wieder vorkommen – sind diese auch finanziell lukrativ durchzuführen, können Sie jeden Einzelfall schneller bearbeiten.
Wählen Sie ein oder mehrere Rechtsgebiete, die Ihnen liegen. Langfristig ist es für Ihren Erfolg wichtiger, dass Sie Ihre bevorzugten Rechtsgebiete bedienen, als in ungeliebten Themen stecken zu bleiben, nur weil Sie meinten, eine Lücke im Markt gefunden zu haben. Ob sich in einem Jahr schräg gegenüber ein Rechtsanwalt selbstständig macht und eine Kanzlei gründet, der ebenfalls Ihr liebstes Rechtsgebiet anbietet, haben Sie sowieso nicht in der Hand. Am besten denken Sie schnell darüber nach, ob und welchen Fachanwaltstitel Sie erreichen wollen. Trotzdem: Bleiben Sie offen – eventuell lernen Sie erst durch einen unerwarteten Mandanten ein Rechtsgebiet kennen, das Potenzial für Sie hat.
In der heutigen digitalen Welt ist eine starke Online-Präsenz unverzichtbar für den Erfolg Ihrer Anwaltskanzlei. Sie sollten also unbedingt eine professionell gestaltete Website pflegen. So können potenzielle Mandanten Sie im Internet finden, sich einen ersten Eindruck von Ihrer Kanzlei verschaffen und bereits relevante Informationen zu Ihrem Beratungsangebot erfahren. Achten Sie darauf, dass Ihre Website übersichtlich gestaltet ist und alle wichtigen Informationen, wie Kontaktdaten, Leistungen und Fachgebiete, leicht auffindbar sind.
Darüber hinaus empfiehlt es sich auch, die sozialen Medien zu nutzen, um Ihre Kanzlei und Ihre Expertise zu präsentieren. Auf den gängigen Plattformen haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, Blogbeiträge, Fachartikel und regelmäßige Updates über aktuelle rechtliche Entwicklungen zu teilen. Dies unterstreicht Ihr Fachwissen und kann dazu beitragen, das Vertrauen potenzieller Mandanten zu gewinnen. Hierbei unterstützt Sie juris, denn im juris Portal verfolgen Sie die aktuelle Rechtsentwicklung intuitiv. Sie können fundierte Fachbeiträge und aktuelle rechtliche Informationen leicht recherchieren und verfügen so über die besten Ressourcen, Ihre Veröffentlichungen wissenschaftlich zu fundieren.