Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:04.01.2016
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EU-Bankenabwicklung voll funktionsfähig

 

Der einheitliche Abwicklungsmechanismus in der EU-Bankenunion ist seit dem 01.01.2016 voll einsatzfähig.

Für den Fall, dass eine Bank trotz verstärkter Aufsicht in ernsthafte Schwierigkeiten gerate, gewährleiste der Mechanismus eine effiziente Abwicklung bei minimalen Kosten für die Steuerzahler und die Wirtschaft. Der einheitliche Abwicklungsmechanismus stütze sich auf einen Ausschuss für die einheitliche Abwicklung und einen einheitlichen Abwicklungsfonds.

Der Ausschuss für die einheitliche Abwicklung ist die für die Bankenunion zuständige europäische Abwicklungsbehörde. Den Vorsitz führt Elke König, die frühere Chefin der deutschen Finanzaufsicht BaFin. Der Ausschuss werde eng mit den nationalen Abwicklungsbehörden der teilnehmenden Mitgliedstaaten zusammenarbeiten.

Der Ausschuss nimmt besondere Aufgaben im Zusammenhang mit der Abwicklung von Banken, die von einem Ausfall betroffen oder bedroht sind, und mit der Vorbereitung von Abwicklungen wahr. Unter Aufsicht des Ausschusses wird ein einheitlicher Abwicklungsfonds errichtet, damit bei der Umstrukturierung von Kreditinstituten eine finanzielle Unterstützung sichergestellt werden kann.

Der Ausschuss wurde gemäß der Verordnung über den einheitlichen Abwicklungsmechanismus eingerichtet, die am 19.08.2014 in Kraft getreten ist. Der Ausschuss ist seit dem 01.01.2015 funktionsfähig.

Quelle: EU-Aktuell v. 04.01.2016