Gericht/Institution:BReg
Erscheinungsdatum:12.01.2016
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Bund fördert flexiblere Kita-Öffnungszeiten

 

Am frühen Morgen, späten Abend, nachts oder an Wochenenden: Berufstätige Eltern können künftig mit flexibleren Öffnungszeiten rechnen.

Mit dem Programm "KitaPlus" werden ab sofort Kitas sowie Tagesmütter und Tagesväter gefördert, die ihre Betreuungszeiten an die Bedürfnisse der Eltern anpassen. Dabei gehe es nicht darum, dass Kinder länger betreut würden, sie seien lediglich zu anderen Zeiten in der Kita, bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater, betont Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Zusammen mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles stellte sie das Programm KitaPlus in Berlin vor.

"Bis 2018 werden wir bis zu 100 Mio. Euro dafür in die Hand nehmen", erklärt Schwesig. Kitas können Fördermittel bis zu 200.000 Euro jährlich bekommen, Tagespflegepersonen bis zu 15.000 Euro. Es liegen bereits 561 Bewerbungen von Kitas und Betreuungspersonen vor, vor allem aus den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

"Die Erwerbstätigkeit von Müttern und Vätern ist das beste Mittel gegen Kinderarmut", so Schwesig. "Deshalb unterstützen wir Kitas und Kindertagespflegepersonen dabei, ihre bewährte Qualität der Bildung, Betreuung und Erziehung mit flexiblen Angeboten zu ergänzen."

Mit im Boot: Bundesagentur für Arbeit

Bei KitaPlus ist auch die Bundesagentur für Arbeit mit im Boot: In den Jobcentern und Arbeitsagenturen kann die Vermittlung einer neuen Arbeitsstelle gleich mit der passenden Kinderbetreuung verbunden werden.

"Viel zu oft scheitert heute das Durchstarten in einem neuen Job an fehlenden und unpassenden Betreuungsangeboten für die Kinder: bei Alleinerziehenden, aber auch bei Schichtarbeit oder bei Beschäftigung an Wochenenden. Mehr und bessere Kinderbetreuung auch abseits der üblichen Stunden schafft hier Chancen", so Bundesarbeitsministerin Nahles. "Aber genauso für die Arbeitgeber und die Gesellschaft insgesamt, weil wir auf diese Menschen als Fachkräfte nicht verzichten können und wollen", so Nahles weiter.

Quelle: Pressemitteilung der BReg v. 12.01.2016