Gericht/Institution:BR
Erscheinungsdatum:29.01.2016
Quelle:juris Logo

Bundesrat billigt Wissenschaftszeitvertragsgesetz

 

In seiner Sitzung am 29.01.2016 billigte der Bundesrat die Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes.

Das Gesetz möchte Fehlentwicklungen in der Befristungspraxis junger Wissenschaftler entgegentreten und planbare Karrierewege fördern. Die bislang geltenden Sonderregelungen hätten zu einem hohen Anteil kurzer Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen geführt. Dort hätten über 50% der Nachwuchswissenschaftler nur Ein-Jahres-Verträge.

Künftig müsse sich die Dauer der Befristung an der angestrebten Qualifizierung orientieren, beispielsweise der Erlangung eines Doktortitels. Unsachgemäße Kurzbefristungen für Wissenschaftler sollen so verhindert werden. Wissenschaftliche Mitarbeiter mit Daueraufgaben seien nun ausschließlich auf der Grundlage des Teilzeit- und Befristungsgesetzes zu beschäftigen.

Zentrales Ziel des Gesetzes sei es, verlässliche Karrierewege zu schaffen, um Deutschland attraktiver für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu machen. Die Novelle berücksichtige, dass die Hochschulen gleichzeitig Flexibilität und damit Sonderregelungen brauchen, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Am Tag nach seiner Verkündung durch den Bundespräsidenten tritt das Gesetz in Kraft.

Weitere Informationen

PDF-Dokument Erstes Gesetz zur Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, BR-Drs. 2/16 (PDF, 79 KB)

Quelle: Pressemitteilug des Bundesrates v. 29.01.2016