Gericht/Institution:VG Gelsenkirchen
Erscheinungsdatum:05.02.2016
Entscheidungsdatum:05.02.2016
Aktenzeichen:16 L 221/16
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Kein Tötungsverbot für Bochumer "Gänsereiter"

 

Das VG Gelsenkirchen hat entschieden, dass die Stadt Bochum das Töten von Gänsen zum Anlass des traditionellen Gänsereitens am Rosenmontag nicht zu untersagen braucht.

Tierschützer wollten in einem Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes die Stadt Bochum verpflichten lassen, das Töten von Gänsen durch den Bochumer Gänsereiterclub für das traditionelle "Gänsereiten" zu untersagen.

Das VG Gelsenkirchen hat den Antrag abgelehnt.

Nach Auffassung des Verwaltungsgericht ist unter Auseinandersetzung mit den angesprochenen tierschutzrechtlichen Belangen maßgeblich davon auszugehen, dass ein Verbot des Tötens der Gänse den Ausfall des Gänsereitens für das Jahr 2016 zur Folge gehabt hätte. Nach Abwägung der betroffenen Interessen sei dem Interesse an einer Durchführung der jahrhundertealten Tradition den Vorrang vor den geltend gemachten Tierschutzinteressen einzuräumen, insbesondere weil in den vergangenen Jahren mehrfach Versuche gescheitert seien, die Veranstaltung zu verbieten. Deshalb sei der Schutz des Vertrauens auf eine Durchführung des diesjährigen Gänsereitens höher zu bewerten, als das Interesse an dem erst kurzfristig vor der Veranstaltung beantragten Verbot.

Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim OVG Münster eingelegt werden.

Quelle: Pressemitteilung des VG Gelsenkirchen v. 05.02.2016