Gericht/Institution:BGH
Erscheinungsdatum:19.02.2016
Entscheidungsdatum:04.02.2016
Aktenzeichen:2 StR 527/15
Quelle:juris Logo

Lebenslange Haftstrafe für Handwerker wegen Raubmordes in Oberursel bestätigt

 

Der BGH hat die Revision gegen einen Handwerker, der eine Seniorin mit einem Teppichmesser getötet und sie anschließend beraubt hatte, verworfen.

Das LG Frankfurt am Main hat einen 57-jährigen Angeklagten wegen Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Nach den Feststellungen entwickelte sich zwischen der Geschädigten, einer älteren Dame, und dem Angeklagten, der des Öfteren als Fliesenleger in deren Haus gearbeitet hatte, ein nahezu freundschaftliches Verhältnis. Während eines Treffens im Oktober 2013 erzählte die Geschädigte von einem Geldversteck, das sich im Esszimmer des Hauses befand. Der Angeklagte, der in der Folgezeit zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und deshalb Streit mit seiner Ehefrau hatte, begab sich am 30.07.2014 zur Geschädigten, um sie um Geld zu bitten. Als diese seine Bitte ablehnte, tötete er die Geschädigte mit einem Teppichmesser und entwendete anschließend mindestens 35.000 Euro aus dem Geldversteck.

Der BGH hat die Revision des Angeklagten, der die Tatbegehung gestanden hatte, durch Beschluss als unbegründet verworfen.

Vorinstanz
LG Frankfurt am Main, Urt. v. 28.05.2015 - 5/21 Ks 3390 Js 231696/14 KAP (1/15)

Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 44/2016 v. 19.02.2016


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