Gericht/Institution:BVA
Erscheinungsdatum:22.02.2016
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Geldanlagevolumen der bundesunmittelbaren Sozialversicherungsträger 2014

 

Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat die Auswertung der jährlichen Abfragen zu den Geldanlagen der Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherungsträger zum Stichtag 31.12.2014 veröffentlicht.

Insgesamt verfügten die bundesunmittelbaren Sozialversicherungsträger über Geldanlagen i.H.v. 64,1 Mrd. Euro. Dies entspricht im Vergleich zu 2013 einem Anstieg um rd. 1,7%. Der überwiegende Teil dieser Mittel i.H.v. 26,4 Mrd. Euro (entspricht 41,1% des Gesamtanlagevolumens) entfiel wie im Vorjahr auf die 78 gesetzlichen Krankenkassen, die dem BVA Ende 2014 unterstellt waren, sowie mit 26,1 Mrd. Euro (entspricht 40,8%) auf die beiden Rentenversicherungsträger DRV Bund und DRV Knappschaft-Bahn-See.

Die weiteren Mittel i.H.v. 11,6 Mrd. Euro verteilen sich auf die bundesmittelbaren Unfallversicherungsträger, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau sowie die Künstlersozialkasse.

Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung dieser Zahlen erklärte der Präsident des BVA, Frank Plate, dass er aufgrund von Prognosen u.a. der jeweiligen Spitzenverbände einen Rückgang des Vermögensbestandes in der Gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung in den nächsten Jahren erwarte. "Die liquiden Mittel, die den Krankenkassen zum Ausgleich der Einnahmen- und Ausgabenschwankungen zur Verfügung stehen, sind infolge von Kostensteigerungen und verringerter Bundeszuschüsse von 2013 auf 2014 bereits um rund 2,5 Mrd. Euro gesunken. Auch in der Gesetzlichen Rentenversicherung zeichnet sich ein Rückgang der Nachhaltigkeitsrücklage ab", so Plate. Umso wichtiger sei es, dass eine riskante Anlagepraxis vermieden werde. Des Weiteren führte er aus, dass das derzeit noch hohe Geldvermögen der großen Sozialversicherungsträger liquide und sicher angelegt sei.

Die Sozialversicherungsträger legen ihre Gelder überwiegend kurz- bis mittelfristig an (bis drei Jahre). Daher entfällt der größte Teil des Anlagevolumens i.H.v. 54,1 Mrd. Euro (entspricht 84,3% der Mittel) auf Einlagen. Daneben haben die Sozialversicherungsträger 3,7 Mrd. Euro (entspricht 5,8%) in Wertpapiere (Direktinvestments) und 6,3 Mrd. Euro (9,9%) in Investmentvermögen angelegt. Anteile an Investmentfonds werden von den gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherungsträgern überwiegend erworben, um ihrer gesetzlichen Verpflichtung zum Aufbau eines Kapitalstocks für zukünftige Altersversorgungsverpflichtungen nachzukommen.

Quelle: Pressemitteilung des BVA Nr. 1/2016 v. 22.02.2016


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