Anja Nöckel Grund und Grenzen eines Marktwirtschaftsstrafrechts

C.F. Müller

Mit dem Marktwirtschaftsstrafrecht rückt die Soziale Marktwirtschaft in den Fokus der wirtschaftsstrafrechtlichen Überlegungen

Die Autorin identifiziert die bestehende Strafrechtsdogmatik als Hemmschuh des Wirtschaftsstrafrechts und entwickelt in Abkehr vom Rechtsgut ein Regelmodell zur Bestimmung der Strafwürdigkeit wirtschaftlichen Fehlverhaltens. Dabei knüpft sie – unter Berücksichtigung der Prinzipien und Strukturen der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung – das Strafwürdigkeitsurteil an die Verletzung der von Fairness und Chancengleichheit geprägten Regelstruktur der Sozialen Marktwirtschaft an. Dieses regelbezogene Strafwürdigkeitsmodell wird anhand ausgewählter Fragestellungen aus den Bereichen der Untreue, der Bestechung sowie des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stel-lung einer kritischen Analyse hinsichtlich seiner praktischen Anwendbarkeit unterzogen.

Unter Bezugnahme auf dogmatische Erfordernisse sowie praktische Notwendigkeiten be-stimmt die Autorin neben dem Grund auch die (Steuerungs-)Grenzen eines modernen Wirtschaftsstrafrechts. Im Fokus stehen dabei die Funktionen des Marktwirtschaftsstrafrechts in und für die Gesellschaft.


Herausgeber

Anja Nöckel