Materialien zum Bürgerlichen Gesetzbuch
für das Königreich Sachsen


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Christian Hattenhauer (Universität Heidelberg)
Frank L. Schäfer (Universität Freiburg)
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Bürgerliches Gesetzbuch für das Königreich Sachsen
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Autor:Frank Schäfer
Datum:01.01.2017
Quelle:Eigene Dokumente
Fundstelle:Hattenhauer/Schäfer, Sächsisches BGB, Einleitung, Biografien, V. Vorkonferenz

V. Vorkonferenz



Anton, Wilhelm

Jurist, Politiker, Richter. Kinder.

Von Anton ist nur bekannt, dass er in Borna Advokat, Stadtrichter bzw. Gerichtsdirektor war. Von 1836 bis 1846 wurde er für den ersten städtischen Wahlkreis als stellvertretender Abgeordneter in die zweite Kammer des sächsischen Landtags gewählt, von 1847 bis 1855 vertrat er diesen Wahlkreis dort als Abgeordneter. Daneben war er 1854/55 Sekretär der zweiten Kammer. Wilhelm Anton ist nicht mit seinem Sohn Rudolph Anton zu verwechseln (Mitte Dez. 1830-11.11.1884), der 1871 bis 1873 als Abgeordneter des zwölften städtischen Wahlkreises in der zweiten Kammer des sächsischen Landtags diente.

Literatur: Staatshandbuch für das Königreich Sachsen, 1845, S. 74; 1854, S. 57 – Döscher/Schröder, Sächsische Parlamentarier 1869-1918. Die Abgeordneten der II. Kammer des Königreichs Sachsen im Spiegel historischer Photographien: Ein biographisches Handbuch, 2001, S. 341; Josef Matzerath, Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte: Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952, 2001, S. 89; ders., Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte: Die Mitglieder und Wahlbezirke der sächsischen Landtage 1833 bis 1952, I. Teil, 2011, S. 166 f.



Criegern, Friedrich Theodor von

* 8.6.1801 in Thumitz, † 19.4.1870 in Bautzen. Jurist, Politiker, Rittergutsbesitzer, Richter. ∞ 1) Konstanze Juliane, geborene Nehrhoff von Holderberg (* 14.5.1811 in Dresden, † 11.11.1834 ebenda). Ein Kind. ∞ 2) Juliane Luise, geborene Nehrhoff von Holderberg (19.6.1815 in Dresden, † 25.4.1886 ebenda). Zwei Kinder.

Criegern studierte ab 1820 Jura in Leipzig. Danach begann er als Assessor bei der Oberamtregierung Bautzen seine sächsische Justizkarriere. Später wechselte er als Appellationsrat an das Appellationsgericht Dresden, dann als Oberappellationsrat an das Oberappellationsgericht Dresden und 1851 als Präsident an das Appellationsgericht Bautzen. In der Revisionskommission zum sächsischen BGB übernahm er zwischen Held und Siebenhaar temporär das Referentenamt. Zweitweise arbeitete Criegern als Deputierter zur Bildung der Kollegialbehörde bei dem Ministerium für Administrativ-Justizsachen und als Mitglied der Kommission für Entscheidung über Kompetenzzweifel. 1832 wurde er mit dem Rittergut Thumitz bei Bischofswerder beliehen, so dass er 1839/49 und 1842/43 die Rittergutsbesitzer von der Oberlausitz in der zweiten Kammer des sächsischen Landtags, 1844-1847 die Schönburgschen Rezessherrschaften in der ersten Kammer und 1848-1868 wiederum die Rittergutsbesitzer von der Oberlausitz in der zweiten Kammer vertrat. 1850-1855 und 1859 amtierte Criegern als Vizepräsident der zweiten Kammer. F.T. von Criegern ist nicht zu verwechseln mit Friedrich Robert von Criegern (1808-1890), dem Appellationsgerichtspräsidenten zu Leipzig.

Quellen: Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden, Sig. Bestand 12583.

Literatur: Königlich Sächsischer Hof-Civil- und Militär-Staat, 1826, S. 224; 1828, S. 262; Staatshandbuch für das Königreich Sachsen 1839, S. 67; 1843, S. 50, 57, 204; 1857, S. 78; Zeitschrift für Rechtspflege und Verwaltung, zunächst für das Königreich Sachsen, Neue Folge, Bd. 9, 1851, S. 504; Leipziger Zeitung, Nr. 93, 21.4.1870, S. 2603; Taschenbuch der briefadeligen Häuser, 1932, S. 94 – Jens Blecher/Gerald Wiemers (Hg.), Die Matrikel der Universität Leipzig, Teilbd. 1, 2006, S. 217 – Josef Matzerath, Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte: Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952, 2001, S. 94; ders., Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte: Die Mitglieder und Wahlbezirke der sächsischen Landtage (1833-1952), Teil I: 1833-1918, 2011, S. 42 f., 190 f. – Bernhard Hirschel, Sachsens Regierung, Stände und Volk, 1846, S. 249, 204-206; Gustav Adolf Pönicke (Hg.), Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen, III. Section, 1859, S. 124; Barbara Dölemeyer, Kodifikationen und Projekte, in: Helmut Coing (Hg.), Handbuch der Quellen und Literatur der neueren europäischen Privatrechtsgeschichte, Bd. III/2, 1982, S. 1440 (1558); Christian Ahcin, Zur Entstehung des bürgerlichen Gesetzbuchs für das Königreich Sachsen von 1863/65, 1996, S. 256, 275.





Held Justizminister



Hennig, Ernst Ludwig

* 20.7.1816 in Grimma, † 16.10.1878 ebenda. Jurist, Politiker, Advokat, Richter.

Hennig studierte ab 1835 an der Universität Leipzig Jura. Danach arbeitete er als Advokat bzw. Stellvertreter des Stadtrichters in seiner sächsischen Heimatstadt Grimma. Politisch engagierte sich Hennig dort als Bürgermeister und von 1851 bis 1878 als Abgeordneter in der ersten Kammer des sächsischen Landtags. Ferner war er Kommandant der Kommunalgarden.

Literatur: Staatshandbuch für das Königreich Sachsen 1845, S. 75; 1850, S. 201; 1857, S. 282; Dresdner Journal, Nr. 246, 20.10.1878, S. 1911 f. – Jens Blecher/Gerald Wiemers (Hg.), Die Matrikel der Universität Leipzig, Teilbd. 2, 2007, S. 112 – Josef Matzerath, Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte: Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952, 2001, S. 42; ders., Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte: Die Mitglieder und Wahlbezirke der sächsischen Landtage (1833-1952), Teil I: 1833-1918, 2011, S. 60 f. – Christian Gottlob Lorenz, Die Stadt Grimma im Königreich Sachsen, 1856, S. 1187.



König (Koenig), Gustav Friedrich Theodor von

* 17.8.1812 auf Gut Mittel-Sohland bei Görlitz, † 26.9.1885 auf Schloss Noschkowitz bei Ostrau. Jurist, Politiker, Rittergutsbesitzer, Richter ∞ Amélie, geborene Ruppolt. Kinder. Evangelisch-lutherisch.

Rittergutsbesitzer König studierte ab 1831 an der Universität Leipzig Jura. Danach entschied er sich für die sächsische Justizlaufbahn. Er diente zunächst als Aktuar am Justizamt Frauenstein, als Beisitzer an den Appellationsgerichten Bautzen und Leipzig, dann als Appellationsrat am Appellationsgericht Leipzig und später als Oberappellationsrat bzw. Vizepräsident am Oberapellationsgericht Dresden. Zeitweise war er deputierter Rat der oberen Justizstellen zur Entscheidung der Administrativ-Justizsachen am Justizministerium und stellvertretendes Mitglied der Kommission für Entscheidung über Kompetenzzweifel zwischen Justiz- und Verwaltungsbehörden. Als Rittergutsbesitzer von Noschkowitz und Kattnitz war König politisch aktiv. Er saß 1854/55 als Bevollmächtigter der Schönburgischen Rezessherrschaften in der ersten Kammer des sächsischen Landtags, von 1857 bis 1864 als Vertreter der Rittergutsbesitzer des Leipziger Kreises in der zweiten Kammer und von 1864 bis 1882 kraft königlicher Ernennung wiederum für die Rittergutsbesitzer in der ersten Kammer. 1879 bis 1881 gehörte er als Vertreter des Wahlkreises Döbeln dem Deutschen Reichstag für die Deutsche Reichspartei an.

Literatur: Staatshandbuch für das Königreich Sachsen, 1839, S. 73; 1841, S. 56; 1843, S. 59; 1854, S. 54, 71; 1857, S. 77, 92, 338; 1858, S. 81, 86, 94, 364; Erste Beilage zur Leipziger Zeitung, Nr. 226, 28.9.1885; zweite Beilage zur Leipziger Zeitung, Nr. 226, 28.9.1885, S. 3194 – Jens Blecher/Gerald Wiemers (Hg.), Die Matrikel der Universität Leipzig, Teilbd. 1, 2006, S. 410 – Max Schwarz, MdR: Biographisches Handbuch der deutschen Reichstage, 1965, S. 372 f.; Bernd Haunfelder, Die konservativen Abgeordneten des Deutschen Reichstags 1871-1918, 1994, S. 159 f.; Josef Matzerath, Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte: Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952, 2001, S. 44, 110; ders., Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte: Die Mitglieder und Wahlbezirke der sächsischen Landtage (1833-1952), Teil I: 1833-1918, 2011, S. 68 ff., 260 f. – Barbara Dölemeyer, Kodifikationen und Projekte, in: Helmut Coing (Hg.), Handbuch der Quellen und Literatur der neueren europäischen Privatrechtsgeschichte, Bd. III/2, 1982, S. 1440 (1559); Christian Ahcin, Zur Entstehung des bürgerlichen Gesetzbuchs für das Königreich Sachsen von 1863/65, 1996, S. 256, 275, 282.



Marschner Zweite Lesung des Entwurfs 1852




 

 


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