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Gericht/Institution:KultMin BW
Erscheinungsdatum:11.10.2017
Quelle:juris Logo

Baden-Württemberg will Vorbereitungsdienst in Teilzeit ermöglichen

 

Künftig sollen Referendare und Lehramtsanwärter aller Schularten, die ein Kind betreuen oder einen Angehörigen pflegen, sowie schwerbehinderte Lehramtsanwärter auf Antrag ihren Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg in Teilzeit absolvieren können.

Der regulär 18 Monate dauernde Vorbereitungsdienst könne dann im Umfang von 60% geleistet werden und verlängere sich dadurch auf 30 Monate (fünf statt drei Schulhalbjahre). Aus Gründen der Unterrichtsorganisation bleibe der Umfang auch des Teilzeitvorbereitungsdienstes an den Schuljahrestakt gebunden – individuelle Teilzeitquoten seien deshalb nicht möglich.

Vorbereitungsdienst in Teilzeit soll 2018 in Kraft treten

Baden-Württemberg gehört bundesweit zu den ersten Ländern, die eine Teilzeitoption für den Vorbereitungsdienst einführen. Für Kultusministerin Susanne Eisenmann bedeutet die neue Regelung eine Erleichterung für angehende Lehrer bei gleichbleibender Qualität der Ausbildung. "Das Angebot des Vorbereitungsdiensts in Teilzeit trägt zur Attraktivität des Lehrerberufs bei. Wenn wir von der Wirtschaft größere Flexibilität im Umgang mit Bewerbern verlangen, dann sind wir als öffentliche Hand in der Pflicht, hier mit gutem Beispiel voranzugehen", so Eisenmann. Unmittelbare Mehrkosten entstünden durch die Neuregelung nicht.

Mit dem Beschluss der Landesregierung wurde das Innenministerium beauftragt, die zur Einführung des Teilzeitvorbereitungsdienstes notwendige Änderung im Beamtengesetz vorzubereiten. Gleichzeitig müssen die entsprechenden Ausbildungs- und Prüfungsordnungen angepasst werden.

Die Regelung soll voraussichtlich 2018 in Kraft treten, sodass erstmals Lehramtsanwärter und Referendare zum Frühjahr 2019 davon profitieren können.

Quelle: Pressemitteilung des Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg v. 11.10.2017


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