Gericht/Institution:BMAS
Erscheinungsdatum:10.10.2018
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Bundeskabinett beschließt Sozialversicherungsrechengrößen 2019

 

Das Kabinett hat am 10.10.2018 die Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2019 beschlossen.

Dazu erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS):
Mit der Verordnung werden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung gemäß der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr (2017) turnusgemäß angepasst. Die Werte werden – wie jedes Jahr – auf Grundlage klarer gesetzlicher Bestimmungen mittels Verordnung festgelegt.
Die den Sozialversicherungsrechengrößen 2019 zugrundeliegende Einkommensentwicklung im Jahr 2017 betrug im Bundesgebiet 2,52%, in den alten Bundesländern 2,46% und in den neuen Bundesländern 2,83%. Bei der Ermittlung der jeweiligen Einkommensentwicklung wird auf die Veränderung der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer ohne Personen in Arbeitsgelegenheiten mit Entschädigungen für Mehraufwendungen ("Ein-Euro-Jobs") abgestellt.

Die wichtigsten Rechengrößen für das Jahr 2019 im Überblick:
Die Bezugsgröße, die für viele Werte in der Sozialversicherung Bedeutung hat (u.a. für die Festsetzung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlagen für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung und für die Beitragsberechnung von versicherungspflichtigen Selbstständigen in der gesetzlichen Rentenversicherung), erhöht sich auf 3.115 Euro/Monat (2018: 3.045 Euro/Monat). Die Bezugsgröße (Ost) steigt auf 2.870 Euro/Monat (2018: 2.695 Euro/Monat). Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung steigt auf 6.700 Euro/Monat (2018: 6.500 Euro/Monat) und die Beitragsbemessungsgrenze (Ost) auf 6.150 Euro/Monat (2018: 5.800 Euro/Monat). Die bundesweit einheitliche Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (Jahresarbeitsentgeltgrenze) steigt auf 60.750 Euro (2018: 59.400 Euro). Die ebenfalls bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze für das Jahr 2019 in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 54.450 Euro jährlich (2018: 53.100 Euro) bzw. 4.537,50 Euro monatlich (2018: 4.425 Euro). Die Rechengrößen für die neuen Länder werden dieses Jahr erstmalig unter Berücksichtigung des Rentenüberleitungsabschlussgesetzes festgelegt. Der darin bestimmte schrittweise Rückgang des Umrechnungsfaktors führt zu einem vergleichsweise starken Anstieg der Beitragsbemessungsgrenzen in den neuen Ländern, die – genau wie der aktuelle Rentenwert (Ost) – bis zum Jahr 2025 an die Westwerte angeglichen werden.

Rechengrößen der Sozialversicherung 2019 (auf Basis des Referentenentwurfs):

West Ost
Monat Jahr Monat Jahr

Beitragsbemessungsgrenze:
allgemeine Rentenversicherung

6.700 Euro

80.400 Euro

6.150 Euro

73.800 Euro

Beitragsbemessungsgrenze:
knappschaftliche
Rentenversicherung

8.200 Euro

98.400 Euro

7.600 Euro

91.200 Euro

Beitragsbemessungsgrenze:
Arbeitslosenversicherung

6.700 Euro

80.400 Euro

6.150 Euro

73.800 Euro

Versicherungspflichtgrenze:
Kranken- und Pflegeversicherung

5.062,50 Euro

60.750 Euro

5.062,50 Euro

60.750 Euro

Beitragsbemessungsgrenze:
Kranken- und Pflegeversicherung

4.537,50 Euro

54.450 Euro

4.537,50 Euro

54.450 Euro

Bezugsgröße in der Sozialversicherung

3.115 Euro*

37.380 Euro*

2.870 Euro

34.440 Euro

vorläufiges Durchschnittsentgelt/Jahr in der Rentenversicherung

38.901 Euro

* In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gilt dieser Wert bundeseinheitlich.

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des BMAS Nr. 37/2018 v. 10.10.2018


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