Gericht/Institution:BReg
Erscheinungsdatum:18.11.2019
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Rentenversicherungsbericht 2019 beschlossen

 

Das Kabinett hat den aktuellen Rentenversicherungsbericht beschlossen, aus dem hervorgeht, dass Rentnerinnen und Rentner sich im kommenden Jahr 2020 auf eine weitere Erhöhung ihrer Altersbezüge freuen können.

Der gesetzlichen Alterssicherung gehe es gut. Das zeige der aktuelle Bericht der Bundesregierung über die Finanzentwicklung der Rentenversicherung. Steigende Löhne sowie die erfreuliche und weiterhin gute Lage am Arbeitsmarkt hätten auch im vergangenen Jahr zu steigenden Beitragseinnahmen geführt.

Die aktuellen Modellrechnungen zeigten: 2020 könnten die Renten um 3,92% in den neuen und 3,15% in den alten Bundesländern steigen. Die endgültigen Werte für die Berechnung der Rentenerhöhung lägen allerdings erst im Frühjahr 2020 vor.

Bezogen auf eine Rente von 1.000 Euro bedeute das: im Osten eine Erhöhung um 39,20 Euro, im Westen um 31,50 Euro.

Insgesamt sollen die Renten laut dem Bericht ab dem kommenden Jahr bis 2033 um insgesamt rund 36,4% steigen. Dies entspreche einer durchschnittlichen Steigerungsrate von rund 2,2% pro Jahr.

Das am 01.01.2019 in Kraft getretene Rentenpaket sehe ein konstantes Sicherungsniveau von 48% bis 2025 vor. Derzeit liege es bei 48,2% (Standardrente gemessen am Durchschnittsentgelt). Zudem werde der Beitragssatz bis zum Jahr 2025 die Marke von 20% nicht überschreiten. Nach den aktuellen Berechnungen bleibe er bis einschließlich 2024 unverändert bei 18,6%.

Zum 01.07.2020 werden die Renten in den neuen Bundesländern ein weiteres Mal angeglichen. Der sog. Rentenwert-Ost steige von derzeit 96,5% auf 97,2% des Westwertes. In den Folgejahren steige der Wert weiter um jeweils 0,7 Prozent-Punkte an. Zum 01.07.2024 erreiche der Rentenwert-Ost 100% des Rentenwerts-West.

Allerdings sei eine Vergleichsprüfung vorgesehen. Die Rentenangleichung folge nach dem Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz der tatsächlichen Lohnentwicklung in Ostdeutschland, wenn die Rentenanpassung dadurch höher ausfalle als nach den festen Angleichungsschritten vorgesehen.

Die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen sei kontinuierlich gestiegen. 2018 lag sie in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen bei 60,3%. Das entspreche einer Steigerung um 1,9% im Vergleich zum Vorjahr.

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung der BReg v. 18.11.2019


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