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Gericht/Institution:BMI
Erscheinungsdatum:13.01.2020
Quelle:juris Logo

Wohngeld steigt und kann online beantragt werden

 

Mit der Wohngeldreform zum 01.01.2020 steigt das Wohngeld und die ersten Bürger können ihren Wohngeldantrag online stellen.

Ab sofort können die ersten Bürger Wohngeld über das Internet beantragen. Das Wohngeld ist damit die erste öffentliche Leistung, die zunächst in sechs Pilotkommunen in Schleswig-Holstein digitalisiert wurde. Laut Onlinezugangsgesetz (OZG) müssen die Verwaltungsdienstleistungen von Bund und Ländern spätestens Ende 2022 online angeboten werden. Die Bürger können dann zum Beispiel BAföG, Elterngeld, Geburtsurkunden oder eben Wohngeld digital beantragen.

"Die Umsetzung des Online-Zugangs-Gesetzes ist eine Mammut-Aufgabe und ein Projekt, das unser Land verändern wird", so der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer. "Mit der Freischaltung des digitalen Wohngeldantrags haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Jetzt geht es darum, digitalisierte Verwaltungsleistungen auch schnell flächendeckend bereitzustellen."

Der Online-Wohngeldantrag ist nutzerfreundlich gestaltet: Hilfetexte liefern Erklärungen, der Antrag ist übersichtlich sowie einfach und klar formuliert. Alle Daten werden online eingegeben und die nötigen Nachweise hochgeladen. Anschließend wird der fertige Antrag digital an die zuständige Wohngeldbehörde übermittelt.

Die Digitalisierung des Wohngeldantrags gelang unmittelbar vor dem Inkrafttreten der Wohngeldreform: Ab dem 01.01.2020 werden berechtigte Haushalte mehr Wohngeld erhalten. "Wohnen muss für alle bezahlbar bleiben. Deshalb unterstützen wir besonders einkommensschwache Haushalte mit dem Wohngeld und erhöhen die Leistung ab 2020 deutlich", erklärte Innenminister Seehofer. Ein Zwei-Personen-Haushalt bekommt künftig im Durchschnitt etwa 190 Euro Wohngeld. Außerdem werden mehr Haushalte wohngeldberechtigt. Erstmalig wird das Wohngeld dynamisiert und alle zwei Jahre an die Mieten- und Verbraucherpreisentwicklung angepasst.

Bürger können sich anhand von Wohngeldtabellen über die Höhe des Wohngeldes orientieren. Basierend auf diesen Tabellen hat das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BM) einen Wohngeldrechner entwickelt, der einen Überblick über den zu erwartenden Wohngeldbetrag gibt. Ab sofort steht auf der Internetseite des BMI auch ein Wohngeldrechner für die ab 01.01.2020 in Kraft tretende Neuberechnung des Wohngeldes zur Verfügung.

juris-Redaktion
Quelle: Newsletter des BMI v. 10.01.2020



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