Gericht/Institution:OVG Lüneburg
Erscheinungsdatum:18.09.2017
Quelle:juris Logo

Neue Wege zur Unterstützung der Verwaltungsrichter in Asylverfahren

 

Beim OVG Lüneburg hat am 18.09.2017 eine neue Kollegin ihren Dienst angetreten, die mit ihrer Arbeit die Richterinnen und Richter in der gesamten niedersächsischen Verwaltungsgerichtsbarkeit in Asylverfahren unterstützen wird, ohne selbst Richterin zu sein.

Die 1990 in Hamburg geborene Frau J. hat nach ihrem Studium an der Universität Passau ihren Abschluss als Bachelor "Governance and Public Policy - Staatswissenschaften" gemacht und im Anschluss an der Universität Potsdam die Qualifikation als Master im Bereich "Verwaltungswissenschaft" erworben. Vor ihrem Wechsel nach Lüneburg war sie über ein Jahr lang als Entscheiderin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge am Standort Bielefeld tätig und ist daher mit dem Asyl- und Flüchtlingsrecht vertraut. Ihr Aufgabenbereich beim OVG Lüneburg wird die Recherche zu asylrelevanten Fragestellungen, die Zusammenstellung von Länderinformationen, die Erstellung und Pflege sog. Erkenntnismittellisten für die Entscheidung von Asylverfahren bei den Verwaltungsgerichten und dem Oberverwaltungsgericht sowie die Entwicklung einer zentralen Informationsplattform umfassen. Frau J. verfügt über fließende Englischkenntnisse, dank derer sie auch englischsprachige Quellen auswerten kann. Mit ihrer Tätigkeit soll sie erheblich dazu beitragen, die Richterinnen und Richter der sieben niedersächsischen Verwaltungsgerichte und des OVG Lüneburg bei der oftmals zeitaufwändigen Recherche zu einzelnen Herkunftsländern zu entlasten und wird auch Ansprechpartnerin für Anfragen zu Einzelrecherchen sein.

Der Präsident des OVG Lüneburg, Dr. Thomas Smollich, hat sich für die Schaffung dieser zunächst befristeten Stelle besonders eingesetzt. "Damit könnten in Niedersachsen neue Wege für die Unterstützung der derzeit in einem noch nie dagewesenen Ausmaß mit Asylverfahren belasteten Kolleginnen und Kollegen in der niedersächsischen Verwaltungsgerichtsbarkeit beschritten werden", so Smollich.

Quelle: Pressemitteilung des OVG Lüneburg Nr. 33/2017 v. 18.09.2017


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