Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:21.12.2017
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EU-Institutionen verstärken gemeinsame Cyberabwehr

 

Die Europäische Union will sich besser gegen Cyberbedrohungen schützen: Am 20.12.2017 haben die EU-Institutionen eine interinstitutionelle Vereinbarung unterzeichnet, mit der ein ständiges Einsatzteam für Computernotfälle (Computer Emergency Response Team – CERT-EU) für die europäischen Organe, Einrichtungen und Agenturen eingerichtet wird.

Bereits im September 2017 hatte die EU-Kommission eine Reihe von Maßnahmen zur besseren Reaktionsfähigkeit der EU auf Cyberangriffe vorgeschlagen.

Der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Kommissionsvizepräsident Andrus Ansip erklärte: "Das Computer Emergency Response Team ist ein wichtiger Akteur beim Schutz der EU-Institutionen vor Cyber-Bedrohungen. Es zeigt, wie viel die EU-Institutionen erreichen können, wenn sie gemeinsam handeln."

EU-Digitalkommissarin Mariya Gabriel ergänzte: "Jetzt können sich alle EU-Organe auf ein permanent einsatzbereites Cybersicherheitsteam verlassen, das ihnen hilft, wirksam auf die zunehmende Zahl fortgeschrittener Cyber-Bedrohungen zu reagieren, von denen auch die Bürger betroffen sind."

Angesichts der jüngsten Ransomware-Attacken, des dramatischen Anstiegs der Cyberkriminalität, des zunehmenden Einsatzes von Cyberinstrumenten durch staatliche Akteure zur Verfolgung geopolitischer Ziele und der immer vielfältigeren Cybersicherheitsvorfälle muss sich die EU besser gegen Cyberangriffe wappnen und für eine wirksame Abschreckung in der EU und entsprechende strafrechtliche Verfolgung sorgen, um Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen in Europa besser zu schützen.

Quelle: EU-Aktuell v. 21.12.2017


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