Gericht/Institution:BT
Erscheinungsdatum:06.02.2018
Quelle:juris Logo

Wachsende Beliebtheit: Elterngeld Plus

 

Die Bundesregierung hat in einer Unterrichtung mitgeteilt, dass Eltern immer häufiger das Elterngeld Plus und den Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen.

Die wachsende Beliebtheit geht aus einer Unterrichtung der Bundesregierung (BT-Drs. 19/400 – PDF, 495 KB) hervor. So stieg vom dritten Quartal 2015 bis zum dritten Quartal 2017 der Anteil jener Eltern, die Elterngeld Plus beantragt haben, von 13,8 auf 28% aller Elterngeldbezieher. In einigen Regionen Deutschlands stieg ihr Anteil sogar auf bis zu 38,5%. Rund 27% der Väter, die Elterngeld Plus beantragten, entschieden sich zugleich für den Partnerschaftsbonus.

Das Gesetz zur Einführung des Elterngeld Plus und des Partnerschaftsbonus trat zum 01.07.2015 in Kraft. Elterngeld Plus kann doppelt so lange bezogen werden wie das herkömmliche Elterngeld, es beträgt dann aber auch nur maximal 50% des Elterngeldes. Als Partnerschaftsbonus können Eltern jeweils vier zusätzliche Monate mit Elterngeld Plus bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass in dieser Zeit beide Elternteile mindestens 25 und höchstens 30 Stunden pro Woche in Teilzeit arbeiten.

Nach Angaben der Regierung bewerten 77% der befragten Bezieher des Elterngeld Plus dies als "gute Sache", 19% sagten "teils, teils" und nur ein Prozent bezeichnete es als "keine gute Sache". Die Zustimmungsrate falle bei den befragten Vätern mit 84% höher aus als bei den Müttern mit 75%. Bei der Entscheidung für das Elterngeld Plus sei es 65% der Mütter und 63% der Väter nach eigenen Angaben besonders wichtig, mehr Zeit mit ihrem Kind verbringen zu können. 55% der Bezieher des Elterngeld Plus verzichten nach Aussage der Regierung wegen Sorge vor Einkommensverlusten auf den Partnerschaftsbonus, 27% aus Angst vor beruflichen Nachteilen.

Quelle: hib – heute im bundestag Nr. 50 v. 06.02.2018


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