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Gericht/Institution:BKartA
Erscheinungsdatum:23.02.2018
Quelle:juris Logo

RWZ und Landgard nehmen Fusion im Gartenbauhandel zurück

 

RWZ und Landgard haben die geplante Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Raiffeisen Gartenbau nach Bedenken des Bundeskartellamtes aufgegeben.

Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG ("RWZ") ist als Hauptgenossenschaft im Agrargroßhandel tätig. Ihr Geschäftsgebiet mit insgesamt rund 100 Standorten erstreckt sich über weite Teile von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen und Sachsen sowie über ganz Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die Landgard-Gruppe (Landgard Blumen & Pflanzen GmbH & Co. KG) ist eine Genossenschaft, die vornehmlich als Vermarkterin von Blumen und Pflanzen sowie Gemüse und Obst für die Erzeuger aktiv ist. Sie unterhält Standorte in Deutschland und neun weiteren europäischen Ländern.

An der Raiffeisen Gartenbau GmbH & Co. KG ("Raiffeisen Gartenbau") sollte Landgard 25% der Anteile erwerben und dafür seine Gartenbaubedarfsstandorte einbringen. 75% der Anteile sollte die RWZ halten.

Die Unternehmen hatten das Vorhaben am 26.10.2017 beim Bundeskartellamt angemeldet. Das Bundeskartellamt ist nach umfangreichen Ermittlungen bei Herstellern, Wettbewerbern und Kunden zu dem vorläufigen Ergebnis gekommen, dass durch das Gemeinschaftsunternehmen eine marktbeherrschende Stellung entstehen würde. Daher hat es den geplanten Zusammenschluss am 31.01.2018 abgemahnt. Daraufhin haben die Beteiligten die Fusionsanmeldung mit Ende der Stellungnahmefrist am 19.02.2018 zurückgenommen.

Das Bundeskartellamt hat hier einen regional auf Nordrhein-Westfalen bezogenen Markt für Pflanzentöpfe und Verpackungen im Gartenbau bzw. einen regionalen Sortimentsmarkt für Gartenbaubedarfsartikel geprüft. Das Gemeinschaftsunternehmen hätte auf dem regionalen Markt für Töpfe und Verpackungen einen Marktanteil von 45-50% und auf dem regionalen Sortimentsmarkt für Gartenbaubedarf von über 50% eingenommen, mit weitem Abstand vor dem nächstfolgenden Wettbewerber. Dabei wurden auch Direktbelieferungen von Herstellern aus dem In- und Ausland berücksichtigt. Auf dem Markt bestehen überdies erhebliche Marktzutrittsschranken. Die Ermittlungen bei den befragten Marktteilnehmern haben zudem ergeben, dass reine Online-Händler derzeit und in den nächsten Jahren keine taugliche Ausweichalternative für die Gartenbaubetriebe darstellen. Im Rahmen der Kundenbefragungen hat sich das Bundeskartellamt dabei auf eine repräsentative Stichprobe bei den betroffenen Gartenbaubetrieben am Niederrhein gestützt.

Quelle: Pressemitteilung des BKartA v. 23.02.2018


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