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Gericht/Institution:BGH
Erscheinungsdatum:06.03.2018
Entscheidungsdatum:21.02.2018
Aktenzeichen:2 StR 511/17
Quelle:juris Logo

BGH bestätigt lange Haftstrafe nach Mordversuch auf Ehefrau mit Machete und Benzin

 

Der BGH hat die Verurteilung des Angeklagten, der seine Ehefrau mit einer Machete attackiert und später angezündet hat, wegen besonders schwerer Brandstiftung und schwerer Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren und 6 Monaten bestätigt.

Nach den vom Landgericht getroffenen Feststellungen wollte sich die Geschädigte von ihrem Ehemann trennen. Der Angeklagte, der die Trennung nicht akzeptieren wollte, verletzte die Geschädigte zunächst mit einer Machete am Arm, würgte sie, übergoss sie im Schlafzimmer mit Benzin und zündete sie an. Er beabsichtigte, seine Ehefrau zu entstellen, damit sie keinen Partner mehr finden würde. Die Geschädigte stand rasch in Flammen. Der Angeklagte verließ das Schlafzimmer, auf das die Flammen übergriffen, und hielt die Zimmertür zu, um zu verhindern, dass die laut um Hilfe schreiende, brennende Geschädigte ihm folgte. Kurze Zeit später lief er ins Schlafzimmer und warf eine Decke über die Geschädigte. Anschließend brachte er sie in das Badezimmer und begann, das Feuer mit Wasser zu löschen.
Die Geschädigte trug schwerste Verletzungen davon. Sie musste reanimiert werden, lag 53 Tage im Koma und weitere zwei Monate auf der Intensivstation. Nach mehr als 30 Operationen ist sie seither an einen Rollstuhl gefesselt. 

Der BGH hat die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des LG Darmstadt verworfen.

Nach Auffassung des BGH liegt keine Verletzung materiellen Rechts vor. Die Überprüfung des Urteils habe keinen Rechtsfehler ergeben. Das landgerichtliche Urteil sei damit rechtskräftig.

Vorinstanz
LG Darmstadt, Urt. v. 21.06.2016 - 500 Js 40062/16 - 11 Ks

Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 46/2018 v. 06.03.2018


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