Gericht/Institution:BRAK
Erscheinungsdatum:16.04.2018
Quelle:juris Logo

BRAK-Präsidentenkonferenz: Schwachstellen des beA können behoben werden

 

Das IT-Unternehmen Secunet hat auf der BRAK-Präsidentenkonferenz über die zurzeit laufende Prüfung des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (beA) berichtet.

Auf der BRAK-Präsidentenkonferenz am 15.04.2018 hat die secunet Security Networks AG den Präsidentinnen und Präsidenten der 28 Rechtsanwaltskammern einen Zwischenbericht zur Sicherheit des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (beA) erstattet. Die secunet, eine durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifizierte IT-Sicherheitsdienstleisterin, prüft zurzeit die beA-Anwendung. Die BRAK hatte diese wegen Sicherheitsrisiken im Dezember 2017 vom Netz genommen. Auftragsgemäß habe secunet eine technische Analyse der beA Client Security und eine konzeptionelle Prüfung der Gesamtlösung des beA inklusive Hardware Security Modul (HSM) vorgenommen.

Secunet bestätigte, dass sie nach aktuellem Untersuchungsstand keine Fehler gefunden haben, die den grundlegenden Aufbau des beA-Systems in Frage stellen. Die bisher festgestellten Schwachstellen des beA-Systems könnten, so secunet, behoben werden. Die BRAK habe den Entwickler des beA über das vorläufige Zwischenergebnis informiert.

Die Präsidentinnen und Präsidenten waren sich auf ihrer Sitzung einig, keine inhaltlichen Details zum vorläufigen Zwischenbericht zu veröffentlichen. Die Präsidentenkonferenz folgt damit der ausdrücklichen Empfehlung der Gutachterin, um Risiken z.B. für die IT-Sicherheit der Anwaltschaft auszuschließen, wie sie insbesondere bei nicht erfolgter Deinstallation älterer Versionen der beA-Client Security auf den Rechnern der Nutzer entstehen könnten. Das umfassende Gutachten der secunet wird nicht vor Mitte Mai 2018 vorliegen. Die BRAK wird dann über die weitere Vorgehensweise beraten.

Quelle: Pressemitteilung der BRAK Nr. 7/2018 v. 15.04.2018


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