Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:18.02.2019
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EU-Kommission beschränkt Einsatz von krebserregenden Chemikalien zum Schutz von Arbeitnehmern

 

Auf Empfehlung der Europäischen Chemikalienagentur dürfen zwei besonders besorgniserregende chemische Stoffe in der Automobilindustrie, in der Luft- und Raumfahrt und in der Medizin nur noch eingeschränkt genutzt werden.

Darauf haben sich am 15.02.2019 Vertreter der Mitgliedstaaten im sog. REACH-Ausschuss nach dem Vorschlag der EU-Kommission geeinigt. Es handelt sich um die Stoffe Chromtrioxid und Natriumdichromat, die potenziell krebserzeugend sind.

Zum Schutz der Arbeitnehmer werden Unternehmen, die einen Antrag auf Verwendung von Chromtrioxid gestellt haben, verpflichtet, strenge Risikomanagementverfahren für verschiedene Verwendungen des Stoffes in der Automobilindustrie, in der Luft- und Raumfahrt und in anderen Sektoren anzuwenden. Außerdem erhalten diese Unternehmen maximal sieben Jahre, um die Verfügbarkeit sicherer Alternativen zu bewerten oder den Stoff früher zu ersetzen, wenn dies möglich ist. Der REACH-Ausschuss ist auch dem Vorschlag der EU-Kommission gefolgt, die Genehmigung für die weitere Verwendung von Natriumdichromat, einem potenziell krebserzeugenden Stoff durch ein Unternehmen, das diese für die Behandlung mikrochirurgischer Instrumente einsetzt, zum ersten Mal abzulehnen. Die EU-Kommission soll die oben genannten Beschlüsse in den kommenden Wochen annehmen.

Die EU-Kommission arbeitet mit den Mitgliedstaaten und der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) zusammen, um die Risiken, die von Chemikalien für die menschliche Gesundheit und die Umwelt ausgehen, im Kontext der REACH-Verordnung der EU – der umfassendsten Chemikaliengesetzgebung der Welt – kontinuierlich zu begrenzen.

juris-Redaktion
Quelle: EU-Aktuell v. 18.02.2019


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