Gericht/Institution:Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Erscheinungsdatum:20.03.2019
Quelle:juris Logo

vzvb fordert Verlängerung des Umweltbonus für Elektroautos

 

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert die Bundesregierung auf, die Förderung für Elektroautos, die am 30.06.2019 ausläuft, zu verlängern und stärker auf kleine Fahrzeuge auszurichten.

Für die Kaufprämie für Elektroautos, auch Umweltbonus genannt, sei bisher nicht einmal ein Drittel der Fördersumme von insgesamt 600 Mio. Euro abgerufen worden. Der vzbv fordert, den staatlichen Zuschuss für reine Batterieelektrofahrzeuge von 2.000 auf 4.000 Euro zu verdoppeln und bei einem Netto-Listenpreis von 35.000 Euro zu deckeln. Zudem sollten elektrische Kleinfahrzeuge ebenso von der Förderung profitieren können. Die Kaufprämie sollte solange verlängert werden, bis die gesamte Fördersumme aufgebraucht ist.

Würde der staatliche Umweltbonus wie vorgeschlagen auf 4.000 Euro angehoben, würde zum Beispiel ein Volkswagen e-Golf unter Berücksichtigung des Herstelleranteils leistungs- und ausstattungsbereinigt genauso viel kosten wie ein normaler Golf mit Benzinantrieb.

Die finanzielle Unterstützung beim E-Auto-Kauf ist aus Sicht des vzbv aber nicht die einzige Stellschraube, um die Elektromobilität auf Deutschlands Straßen zu fördern: "Politik und Wirtschaft müssen die E-Mobilität auf mehreren Ebenen anschieben. Die öffentliche Ladeinfrastruktur muss verbraucherfreundlicher und die Installation eines eigenen Ladepunkts in einer Gemeinschaftsgarage muss vereinfacht werden", so Klaus Müller, Vorstand des vzbv.

Auch Vorteile für Elektrofahrzeuge bei der Kfz-Steuer seien ein geeignetes Mittel. Gleichzeitig sollte aber eine Neuordnung der Kfz-Steuer für Verbrennerfahrzeuge auf den Weg gebracht werden. Eine vollständige Orientierung der Steuer am CO2-Ausstoß des Fahrzeugs sei zudem notwendig. Dies würde einen starken Anreiz für den Kauf von emissionsarmen Fahrzeugen setzen.

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes v. 20.03.2019


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