Gericht/Institution:BVerfG
Erscheinungsdatum:13.09.2019
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80. Geburtstag des ehemaligen Richters des BVerfG Prof. Dr. Udo Steiner

 

Der ehemalige Richter des BVerfG Prof. Dr. Udo Steiner feiert am 16.09.2019 seinen 80. Geburtstag.

Prof. Dr. Udo Steiner studierte von 1958 bis 1962 Rechtswissenschaften in Erlangen, Köln und Saarbrücken und legte 1962 sowie 1966 seine beiden juristischen Staatsexamina ab. Nach der Promotion war Prof. Dr. Udo Steiner als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Kirchenrecht und Öffentliches Recht an der Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Dort habilitierte er sich 1972 mit einer Arbeit zum Thema "Öffentliche Verwaltung durch Private" und übernahm anschließend eine Lehrstuhlvertretung an der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen. 1973 folgte Prof. Dr. Udo Steiner einem Ruf auf eine ordentliche Professur für Öffentliches Recht an die Universität Bielefeld; dort war er zwischen 1976 und 1978 Dekan und Prodekan der Juristischen Fakultät.

Zugleich war er zwischen 1976 und 1979 im Nebenamt Richter am OVG Münster. 1979 wechselte Prof. Dr. Udo Steiner an die Universität Regensburg und hatte dort den Lehrstuhl für Deutsches und Bayerisches Staats- und Verwaltungsrecht sowie Verwaltungslehre inne.

Prof. Dr. Udo Steiner war vom 13.10.1995 bis zu seinem Ausscheiden am 01.10.2007 Richter des BVerfG und Mitglied des Ersten Senats. Sein Dezernat umfasste insbesondere das Sozialrecht. Als Berichterstatter wirkte er an einer Reihe von bedeutenden Entscheidungen mit. Nur beispielhaft seien dabei die Entscheidungen zur rentenrechtlichen Bewertung von Kindererziehungszeiten (BVerfG, Beschl. v. 12.03.1996 - 1 BvR 609/90, 1 BvR 692/90 - BVerfGE 94, 241), zur Gewährung von "BAföG" als Volldarlehen (BVerfG, Beschl. v. 14.10.1997 - 1 BvL 5/93 - BVerfGE 96, 330) und zur Überleitung der "Ostrenten" nach der Wiedervereinigung (BVerfG, Urt. v. 28.04.1999 - 1 BvL 32/95, 1 BvR 2105/95 - BVerfGE 100, 1 u.a.) genannt.

Im Jahr 2008 übernahm Prof. Dr. Udo Steiner die Funktion eines Ombudsmannes bei der Deutschen Bahn AG. Zudem engagierte er sich als Vorsitzender der Anti-Dopingkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes, als Vorsitzender des Ständigen Schiedsgerichts der deutschen Fußball-Bundesligen und als Mitglied des Deutschen Sportschiedsgerichts.

Zum Ende seiner Amtszeit wurde Prof. Dr. Udo Steiner vom Bundespräsidenten mit dem großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband ausgezeichnet. Der Jubilar lebt heute in Regensburg.

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des BVerfG Nr. 57/2019 v. 13.09.2019


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