Gericht/Institution:VDIV
Erscheinungsdatum:18.09.2019
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Sachkundenachweis für Wohnimmobilienverwalter

 

Der Verband der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV Deutschland) hat einstimmig die Entwicklung eines freiwilligen Sachkundelehrgangs beschlossen, so dass Immobilienverwalter künftig ihre Professionalität besser nachweisen können.

"Da sich der Gesetzgeber bislang nicht in der Lage sah, einen verpflichtenden Sachkundenachweis für Wohnimmobilienverwalter einzuführen, müssen wir zum Schutz der Verbraucher und weiteren Professionalisierung unserer Branche selbst aktiv werden", erläuterte Martin Kaßler, Geschäftsführer des VDIV Deutschland, den Vorstoß des Verbandes anlässlich der 35. Delegiertenversammlung im Rahmen des 27. Deutschen Verwaltertages.

Zwar seien seit 01.08.2018 Berufszulassungsregelungen für Wohnimmobilienverwalter in Kraft. Diese griffen allerdings viel zu kurz, wie der VDIV Deutschland seit deren Verabschiedung im Oktober 2017 nachdrücklich kritisiert habe. Zum einen fehle der wichtige Sachkundenachweis, zum anderen seien 20 Stunden Weiterbildung in drei Jahren unzureichend. Daher hatten die Mitglieder des Spitzenverbands bereits 2018 mit überwältigender Mehrheit eine freiwillige Selbstverpflichtung zur erhöhten Weiterbildung beschlossen. Sie wollen mindestens 45 Stunden Weiterbildung pro Objektbetreuer in drei Jahren erbringen – mehr als doppelt so viel wie vom Gesetzgeber vorgesehen.

Im Rahmen des 27. Deutschen Verwaltertages kritisierte der VDIV Deutschland jüngst, dass die Politik die Wiedereinführung der Meisterpflicht für Handwerksberufe diskutiere, um die Ausführungsqualität zu erhöhen – doch Immobilienverwalter nach wie vor ohne echte Qualifizierung die private Altersvorsorge von Millionen Bürgern verwalten dürften. Der freiwillige Sachkundelehrgang soll bundesweit eine Basisqualifizierung der Branche realisieren.

Der VDIV Deutschland fordert seit Jahren die Einführung eines verpflichtenden Sachkundenachweises. Seine Notwendigkeit sehe auch die offene Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform des Wohnungseigentumsgesetzes und unterstütze in ihrem Abschlussbericht die Forderung nach seiner Einführung.

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des VDIV v. 18.09.2019


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