Gericht/Institution:BMU
Erscheinungsdatum:18.09.2019
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Umweltbericht 2019

 

Das Bundeskabinett hat den von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgelegten Umweltbericht 2019 beschlossen, der eine Rundumschau über die aktuelle Umweltsituation, über die Aktivitäten der Bundesregierung für den Umweltschutz sowie über bestehende Herausforderungen liefert.

Der Bericht der Bundesregierung unter dem Namen "Umwelt und Natur als Fundament des sozialen Zusammenhaltes" erläutert die wichtigsten umweltpolitischen Maßnahmen der vergangenen vier Jahre und zeigt den Handlungsbedarf auf.

Der Umweltbericht, an dem alle Ressorts mitgearbeitet haben, belege, dass in vielen Bereichen das Schutzniveau für Umwelt und Gesundheit erhöht und damit eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden konnte. Es gebe beispielsweise anspruchsvollere Vorgaben zur Luftreinhaltung. Es wurden die Voraussetzungen für wirksameren Gewässerschutz geschaffen und die Anzahl der Naturschutzgebiete sei gestiegen. Es wurden neue Methoden entwickelt, mit denen Chemikalien im menschlichen Körper nachgewiesen werden können. Im Bereich der Ressourceneffizienz seien Verbesserungen an das Produktdesign von energieverbrauchsrelevanten Produkten zu erwarten. Auch auf dem Finanzmarkt werde zunehmend umweltpolitische Verantwortung übernommen, indem Nachhaltigkeitsaspekte immer stärker in die Entscheidungen einbezogen werden.

Dies ändere aber nichts daran, dass viele Herausforderungen bleiben. Ein Beispiel: Nicht einmal 8,2% der etwa 9.800 Wasserkörper seien insgesamt in einem "sehr guten" oder "guten" ökologischen Zustand. Die Ursachen für die Zielverfehlungen beim ökologischen Zustand seien Veränderungen der natürlichen Gewässer- und Uferstrukturen sowie unter anderem hohe Stickstoff- und Phosphoreinträge. 36% der Grundwasserkörper unter allen Landnutzungen seien in einem schlechten chemischen Zustand. In Deutschland verfehlten knapp 74% dieser betroffenen Grundwasserkörper die Ziele wegen zu hoher Nitratkonzentrationen.

Der Verkehrsbereich sei nach wie vor das Sorgenkind beim Klimaschutz. Die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor stagnierten seit 1990. Einzelne Fahrzeuge seien emissionsärmer geworden, auch durch strengere Abgasvorschriften. Aber das Emissionsniveau bei Schadstoffen sei insgesamt weiterhin hoch.

Auch der absolute Rohstoffverbrauch sei immer noch zu hoch. Allerdings sei es gelungen, Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum weitgehend zu entkoppeln.

Weitere Information
PDF-Dokument Umweltbericht der Bundesregierung 2019 (Entwurf) (PDF, 4,6 MB)

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des BMU v. 18.09.2019


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