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Gericht/Institution:EP
Erscheinungsdatum:01.04.2020
Quelle:juris Logo

EU stellt Fördermittel im Kampf gegen das Coronavirus bereit

 

Die EU unterstützt die Bemühungen der Weltgemeinschaft zur Eindämmung der Corona-Pandemie, um so rasch wie möglich einen Impfstoff und wirksame Behandlungen zu entwickeln.

Die EU setzt gemeinsame koordinierte Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise. Die Finanzierung von Forschungs- und Innovationsprojekten für die wirksame Behandlung der Covid-19-Erkrankung ist ein wesentlicher Bestandteil ihrer Krisenreaktion. Die Europäische Kommission hat 47,5 Millionen Euro für 17 Forschungsprojekte im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms der EU, Horizont 2020, bereitgestellt.

136 Forschungsteams aus der gesamten EU und weiteren Ländern sind an den Projekten beteiligt. Sie arbeiten an folgenden Themen:
• Verbesserung der Abwehrbereitschaft und Reaktionsfähigkeit auf Ausbrüche durch Entwicklung besserer Überwachungssysteme zur Prävention und Eindämmung der Ausbreitung des Virus
• Patientennahe Schnelldiagnosetests mit schnelleren und genaueren Diagnosen
• Neue Behandlungen
• Entwicklung neuer Impfstoffe

Die Forschungsteams tauschen ihre Ergebnisse untereinander aus, um die Handlungsfähigkeit im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu beschleunigen.

Die EU-Kommission rief ferner dazu auf, bis Ende März 2020 Forschungsvorhaben vorzulegen, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung von Behandlungs- und Diagnosemöglichkeiten zur Bekämpfung des Covid-19-Ausbruchs und der Verbesserung von Vorsorgemaßnahmen für die Zukunft liegt. Der Aufruf läuft über die Initiative für innovative Arzneimittel (IMI), eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der EU und der pharmazeutischen Industrie, die über Horizont 2020 finanziert wird. Es wird mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 90 Mio. Euro gerechnet. Bis zu 45 Mio. Euro stammen aus dem EU-Haushalt, den Rest der Finanzierung soll die Industrie übernehmen.

Am 16.03.2020 bot die Kommission dem hochinnovativen Impfstoffentwickler CureVac aus Tübingen finanzielle Mittel in Höhe von bis zu 80 Mio. Euro zur Unterstützung der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus an.

Die EU verfügt über eine Reihe von Forschungs- und Soforthilfemechanismen zur Bewältigung von Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, die bereits mobilisiert wurden. Dazu gehören unter anderem das Projekt PREPARE, eine Plattform für vorbereitete Gegenmaßnahmen bei auftretenden Epidemien, und das Europäische Virusarchiv, eine virtuelle Sammlung von Viren, die Forschern Material für die Diagnose zur Verfügung stellt.

Darüber hinaus unterstützt die EU Start-ups und KMU bei der Entwicklung von Innovationen und Technologien‚ die bei der Bekämpfung des Coronavirus hilfreich sein könnten. Dazu gehören bereits ein Projekt für spezialisierte Quarantäneeinheiten (EpiShuttle) und eine Filtrationstechnologie zur Beseitigung viraler Partikel (m-TAP).

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des Europäischen Parlaments v. 01.04.2020



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