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Gericht/Institution:BRAK
Erscheinungsdatum:30.04.2020
Quelle:juris Logo

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die deutsche Anwaltschaft

 

Eine von der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) durchgeführte Umfrage belegt, dass die Anwaltschaft deutlich von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen ist.

Etwa zwei Drittel der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte haben danach erheblich weniger Mandate und damit im Zweifel einen empfindlichen Umsatzeinbruch zu verkraften. Rund 44% haben entweder bereits Soforthilfe beantragt oder gehen davon aus, dies künftig tun zu müssen. Insgesamt rund 10% gaben an, in den Kanzleien, in denen sie tätig sind, sei bereits Kurzarbeit eingeführt worden. An der Umfrage nahmen etwa 9% der deutschen Anwältinnen und Anwälte teil; die Verteilung der Teilnehmenden nach Rechtsgebieten und Kanzleigrößen spiegelt die tatsächliche Situation der Anwaltschaft gut wieder.

Die Umfrage belegt auch die These der BRAK, dass Anwältinnen und Anwälte zeitverzögert mit Liquiditätseinbußen rechnen müssen: Sie haben jetzt noch Einnahmen aus Vorschüssen oder bearbeiteten Mandaten zu verzeichnen, der Rückgang von Neumandaten wirkt sich wirtschaftlich erst später aus. Die BRAK hatte deshalb bereits mehrfach gegenüber Bund und Ländern darauf verwiesen, dass die Voraussetzungen für Soforthilfen so angepasst werden müssen, dass sie auch der Anwaltschaft faktisch zugutekommen. Die Umfrage gibt ferner auch Aufschlüsse zur Selbsteinschätzung der Kolleginnen und Kollegen, wann sie mit einer Überwindung der wirtschaftlichen Auswirkungen rechnen, und zur Relevanz des Zugangs zu Kindernotbetreuung auch für Anwältinnen und Anwälte.

juris-Redaktion
Quelle: Sondernewsletter der BRAK v. 29.04.2020



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