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Gericht/Institution:Saarländisches Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Erscheinungsdatum:14.05.2020
Quelle:juris Logo

Saarland Vorreiter bei Neugestaltung der Assistenzausbildung in der Pflege

 

Als erstes Bundesland führt das Saarland den Beruf der zweijährigen generalistischen Pflegeassistenz nach Vorgaben des Pflegeberufegesetzes ein.

Nach der Regelung der generalistischen Ausbildung zur Pflegefachkraft hat der Landtag am 13.05.2020 den Weg zur Einführung des Pflegeassistenten und der Pflegeassistentin bereitet. Damit wird die Lücke zwischen der neuen Fachkraft und der alten Helferausbildung geschlossen. Der Pflegeassistent stellt ein modernes und qualitativ hochwertigeres Berufsbild dar, das den Einstieg und Umstieg in den Pflegeberuf verbessern soll. Damit leistet das Saarland einen wichtigen Beitrag, Menschen in den Pflegeberuf zu leiten. Mit der Zusammenführung der Ausbildungen in der Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege zu dem neuen Berufsbild der "Pflegefachfrau" beziehungsweise des "Pflegefachmannes", werden die Auszubildenden zur Pflege von Menschen aller Altersstufen und Versorgungsbereiche befähigt.

Diese neue landesrechtlich reglementierte Ausbildung löst die bisherigen Ausbildungen in der Altenpflegehilfe und der Krankenpflegehilfe ab. Um sie ab dem 01.10.2020 flächendeckend anbieten zu können, wird nun dem Landtag des Saarlandes der Entwurf eines Gesetzes über die Einführung der Ausbildung zur Pflegeassistentin beziehungsweise zum Pflegeassistenten vorgelegt.

Die Besonderheit der neuen saarländischen Pflegeassistenz ist, dass die seit 01.01.2020 gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben des Pflegefachberufes erstmals auch in einer Assistenzausbildung berücksichtigt werden. "Durch die Ausbildung werden mehr Kompetenzen erlangt und eine größere Verantwortung zugeteilt", so Gesundheitsministerin Monika Bachmann.

Ein wesentliches Ziel des Gesetzentwurfes der neuen 23-monatigen Pflegeassistenz mit generalistischer Ausrichtung ist die Vermittlung der Kompetenzen des ersten Jahres der Pflegefachkraft in der zweijährigen Pflegeassistenzausbildung. Danach ist ein direkter Einstieg in das zweite Jahr der Pflegefachkraftausbildung möglich. Hauptschüler erhalten so die Möglichkeit einer Grundqualifikation in einem Pflegeberuf und können sich anschließend in zwei Jahren zur Pflegefachkraft weiterqualifizieren.

Um bereits einen ersten Einblick in die Tätigkeiten der Pflegeberufe zu bekommen, müssen die künftigen Auszubildenden vor Ausbildungsbeginn ein vierwöchiges Praktikum in einer Pflegeeinrichtung, einem ambulanten Pflegedienst oder einem Krankenhaus absolvieren. Anstelle des Praktikums können aber auch andere Tätigkeiten angerechnet werden, so beispielsweise ein Freiwilliges Soziales Jahr, die Pflege von Angehörigen zu Hause oder Zeiten für die Erziehung von Kindern. Wer über den Mittleren Bildungsabschluss verfügt kann sogar ganz ohne Vorpraktikum in die neue Ausbildung starten. 

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des Saarländischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie v. 13.04.2020



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