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Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:11.11.2020
Quelle:juris Logo

EU-Impfstoffvertrag mit BioNTech/Pfizer kurz vor Abschluss

 

Die EU-Kommission steht kurz vor dem Abschluss eines Vertrages zur Lieferung eines künftigen Covid-19-Impfstoffs mit der Mainzer Firma BioNTech und ihrem US-Partner Pfizer für alle EU-Staaten.

"Die EU-Kommission wird bald mit ihnen einen Vertrag über bis zu 300 Millionen Dosen unterzeichnen", erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 09.11.2020 auf Twitter. Vorgespräche dazu waren bereits im September 2020 abgeschlossen worden. Klinische Studien haben nach Angaben der beiden Unternehmen ergeben, dass der Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bieten kann. Der Vertrag steht am 11.11.2020 auf der Tagesordnung der Kommissionssitzung. BioNTech und die Europäische Investitionsbank hatten im Juni 2020 eine Fremdkapitalfinanzierung von bis zu 100 Mio. Euro für BioNTechs COVID-19-Impfstoffprogramm BNT162 vereinbart.

Die Kommission wird somit in Kürze über einen vertraglichen Rahmen für den Ankauf von zunächst 200 Mio. Dosen – zuzüglich einer Option auf den Ankauf weiterer 100 Mio. Dosen – im Namen aller EU-Mitgliedstaaten verfügen, die geliefert werden, sobald sich ein Impfstoff als sicher und wirksam gegen Covid-19 erwiesen hat.

Um für die EU-Bürger Impfstoffe zur Verfügung stellen zu können, sobald diese zugelassen sind, haben wir als EU-Kommission bereits Vorverträge mit verschiedenen Impfstoffherstellern unterschrieben. Zu den Herstellern gehören AstraZeneca, Sanofi-GSK und Johnson&Johnson. Mit BioNTech-Pfizer, CureVac und Moderna hat die EU-Kommission Vorgespräche abgeschlossen und wird in Kürze die Verträge abschließen.

Die Europäische Investitionsbank EIB hatte BioNTech im Juni 2020 eine Finanzierung über 100 Mio. Euro zur Entwicklung und Herstellung eines Covid-19-Impfstoffs gegeben. BioNTech wird den Kredit unter anderem zur Erweiterung seiner Produktionskapazitäten verwenden, um den Impfstoff als Reaktion auf die Pandemie weltweit schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen.

Quelle: EU-Aktuell v. 10.11.2020



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