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Gericht/Institution:EuGH
Erscheinungsdatum:11.10.2021
Quelle:juris Logo

Lars Bay Larsen zum Vizepräsidenten des EuGH gewählt

 

Nach der teilweisen Neubesetzung der Stellen der Mitglieder des Gerichtshofs ist Herr Lars Bay Larsen von seinen Richterkollegen für die Zeit vom 08.10.2021 bis zum 06.10.2024 zum Vizepräsidenten des EuGH gewählt worden.

Er folgt in diesem Amt Frau Rosario Silva de Lapuerta nach.

Lebenslauf von Herrn Lars Bay Larsen

Geboren 1953 in Gladsaxe, Kopenhagen (Dänemark), erwirbt Lars Bay Larsen 1976 einen Abschluss an der politikwissenschaftlichen Fakultät der Københavns Universitet (Universität Kopenhagen, Dänemark) und 1983 einen Abschluss an der rechtswissenschaftlichen Fakultät dieser Universität.

Daraufhin wird er zum Beamten ernannt und ist von 1983 bis 1985 im Justizministerium tätig. 1985 bis 1986 Referatsleiter beim Advokatsamfund (dänischer Anwaltsverband). Zurück im Justizministerium ist er zunächst Referatsleiter (1986 bis 1991), dann Abteilungsleiter (1991 bis 1995), Leiter der Abteilung Polizei (1995 bis 1999) und der Rechtsabteilung (2000 bis 2003). Während dieser Zeit vertritt er auch Dänemark im K-4-Ausschuss (1995 bis 2000), in der Zentralen Schengen-Gruppe (1996 bis 1998) und im Europol Management Board (1998 bis 2000). 1991 wird er zur Rechtsanwaltschaft zugelassen, und von 2003 bis 2006 ist er Richter am Højesteret (Oberster Gerichtshof, Dänemark).

Seine Laufbahn zeugt ferner von fruchtbarer Komplementarität von Praxis und Lehre, da er von 1984 bis 1991 Lehrbeauftragter und von 1991 bis 1996 beigeordneter Professor für Familienrecht an der Københavns Universitet ist. Seit 2008 ist er Lehrbeauftragter für europäisches Strafrecht an der Université du Luxembourg.

Lars Bay Larsen ist seit dem 11. Januar 2006 Richter am Gerichtshof. Von seinen Richterkollegen wird er für zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten – vom 9. Oktober 2012 bis zum 8. Oktober 2018 – zum Kammerpräsidenten gewählt.

Am 8. Oktober 2021 wird er zum Vizepräsidenten des Gerichtshofs gewählt.

Quelle: Pressemitteilung des EuGH Nr. 183/2021 v. 08.10.2021



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