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juris Nachrichten

Gericht/Institution:BR
Erscheinungsdatum:05.11.2021
Quelle:juris Logo

Regulierung von Wildtierimporten gefordert

 

Der Bundesrat fordert eine stärkere Regulierung von Wildtierimporten, um Wilderei, Wildfänge und Artensterben zu bekämpfen und hat dazu am 05.11.2021 auf Initiative von Schleswig-Holstein eine Entschließung gefasst.

Europäische Regelung nötig

Diese soll sich auf europäischer Ebene für eine umfassende Regulierung einsetzen. Import, Besitz und Verkauf von Wildtieren, die in ihrem Heimatland illegal gefangen und exportiert worden sind, sollten aus Sicht des Bundesrates verboten werden.

Geeignete Regelungen auf europäischer, aber auch ergänzend auf nationaler Ebene müssten sicherstellen, dass in ihren jeweiligen Ursprungsländern gefangene Wildtiere zukünftig nicht mehr ohne strenge Auflagen in den europäischen Binnenmarkt gelangen.

Verbindliche Vorgaben für Tierbörsen und Onlinehandel

Auch Tierbörsen und Online-Handel mit Wildtieren sollten durch geeignete Rechtsvorschriften insbesondere für private Anbieter verbindlich geregelt werden. Der Bundesrat fordert dazu insbesondere das Verbot, anonym im Netz Wildtiere zum Verkauf anzubieten.

Sachkundenachweis für private Haltung und Zucht

Für private Haltung und Zucht exotischer Wildtiere ist aus Sicht der Länder ein Sachkundenachweis erforderlich, um die besonderen Haltungsbedürfnisse der Tiere zu sichern und die unkontrollierte Zucht zu vermeiden.

Mehr Forschung über Zoonosen

Der Bundesrat fordert zudem, Forschung und Wissensaustausch zu den Zoonosen, also die Übertragung von Tierkrankheiten auf den Menschen, auf nationaler sowie internationaler Ebene zu fördern.

Bundesregierung am Zug

Die Entschließung wurde der geschäftsführenden Bundesregierung zugeleitet. Wann diese sich mit den Forderungen des Bundesrates befasst, entscheidet sie - oder ihre Nachfolgerin. Feste Fristen gibt es hierfür nicht.

Weitere Informationen
PDF-Dokument Entschließung des Bundesrates "Wildtierimporte regulieren - Wilderei, Wildfänge und Artensterben wirksam bekämpfen" (BR-Drs. 697/21 – PDF, 359 KB)

Quelle: Pressemitteilung des BR v. 05.11.2021


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