• 11.03.2026
  • Juristische Rundschau (JR)

Die Strafbarkeit missbräuchlicher Vaterschaftsanerkennungen nach dem Aufenthaltsgesetz

Der Beitrag untersucht die strafrechtliche Relevanz missbräuchlicher Vaterschaftsanerkennungen nach § 95 Abs. 2 Nr. 2 Aufenthaltsgesetz (AufenthG). Ausgehend von einer deutlichen Zunahme entsprechender Verdachtsfälle wird dabei zunächst der rechtliche Rahmen unter Einbeziehung der relevanten zivil- und aufenthaltsrechtlichen Vorschriften skizziert. Im Mittelpunkt steht die in der strafrechtlichen Rechtsprechung umstrittene Frage, ob eine zivilrechtlich wirksame, jedoch ausschließlich aus aufenthaltsrechtlichen Gründen erfolgte Vaterschaftsanerkennung den Tatbestand des § 95 Abs. 2 Nr. 2 AufenthG erfüllt. Der Autor argumentiert für eine weite Auslegung des Tatbestandes unter Hinweis auf den gesetzgeberischen Willen zur Missbrauchsbekämpfung, die fehlende Schutzbedürftigkeit des Täters sowie das Kindeswohl als verfassungsrechtlich geschütztes Gut.

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Juristische Rundschau (JR)
Quelle: Fundstelle:
  • JR 2026, 187-193
Autoren:
  • Dr. Christopher Bona