Gericht/Institution:DAV
Erscheinungsdatum:21.03.2019
Quelle:juris Logo

Edith Kindermann ist neue Präsidentin des DAV

 

Der Vorstand des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hat am 21.03.2019 Rechtsanwältin und Notarin Edith Kindermann zur ersten Präsidentin des DAV gewählt.

Die Rechtsanwältin aus Bremen tritt damit unmittelbar das Amt als erste Präsidentin des DAV an. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit werden im Interesse der Anwaltschaft die RVG-Anpassung, die Reform des anwaltlichen Berufsrechts und die zunehmende Digitalisierung sein. Im Bereich der Rechtspflege möchte sie den Zugang zum Recht für Bürgerinnen und Bürger verteidigen und stärken. Die Anwaltschaft sieht sie vor großen Herausforderungen.

"Es ist eine Ehre, mich als Präsidentin des DAV für die Belange der Anwaltschaft und damit für den Rechtsstaat einsetzen zu können", so Kindermann unmittelbar nach ihrer Wahl. Für sie sei eine starke Anwaltschaft in einem Rechtsstaat unerlässlich. Der DAV werde sich den Herausforderungen für die Anwaltschaft stellen. "Die Anwaltschaft braucht eine auskömmliche Vergütung", hebt Kindermann hervor. Daher sei es wichtig, dass die RVG-Anpassung zügig komme. Auch die vom DAV angestoßene Reform des anwaltlichen Berufsrechts gehöre zu ihren ersten Zielen. Hilfreich sei dabei, dass ihre beruflichen Schwerpunkte unter anderem im anwaltlichen Berufsrecht und im Vergütungsrecht liegen. "Für die Anwaltschaft ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger Zugang zum Recht haben. Wir müssen bestehende oder sich entwickelnde Schranken erkennen und bekämpfen. Nur so kann der Rechtsstaat gelebt und verteidigt werden", so die Bremer Anwältin weiter.

Zu den größten Herausforderungen für die Anwaltschaft zählt Kindermann den Wandel des Marktes für Rechtsdienstleistungen und die Digitalisierung. "Es ist der Anwaltschaft vorbehalten, Lösungen für einen konkreten Rechtsfall zu entwickeln und die Durchsetzung eines Rechtes zu begleiten", so Kindermann. Durch die leicht verfügbaren abstrakten rechtlichen Informationen werde eine individuelle Rechtsprüfung nicht entbehrlich. Sie erachte es als notwendig, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte auf dem Weg in die Digitalisierung zu unterstützen und Studierende sowie Referendarinnen und Referendare für den Anwaltsberuf zu begeistern. "Anwaltliches Gesellschaftsrecht und digitale Arbeitsmöglichkeiten werden Wege aufzeigen, wie sich Familie und Beruf besser verbinden lassen", so die neue DAV-Präsidentin. Bei der Führung des Verbandes werden ihr ihre mehr als 25-jährige Anwaltstätigkeit und die damit gewonnenen Erfahrungen helfen. Dabei gehe es ihr darum, unterschiedliche Standpunkte konstruktiv für alle Beteiligten zu einer tragfähigen Lösung zu verbinden. "Mehr als 200 Anwaltsvereine vor Ort sowie die Landesverbände, Auslandsvereine, Arbeitsgemeinschaften, Fachausschüsse und eine engagierte Geschäftsstelle bringen ihre vielfältige Erfahrung in die Arbeit des DAV ein.", betont Kindermann. Darauf freue sie sich.

Die neue DAV-Präsidentin dankt Herrn Rechtsanwalt und Notar Ulrich Schellenberg für seinen knapp vierjährigen engagierten Einsatz als DAV-Präsident. Rechtsanwalt und Notar Schellenberg stellte das Präsidentenamt mit Ablauf des 01.03.2019 zur Verfügung. Gleichzeitig dankt sie ebenfalls Herrn Rechtsanwalt Prof. Dr. Wolfgang Ewer, der als früherer Präsident und Mitglied des DAV-Präsidiums übergangsweise die Führung des DAV koordiniert hat.

Die begeisterte Volleyballspielerin und Karateka ist 56 Jahre alt und seit 1992 Rechtsanwältin. 1999 wurde sie Fachanwältin für Familienrecht und seit 2007 ist sie auch Notarin. Neben dem Familienrecht liegen ihre Schwerpunkte im anwaltlichen Haftungs-, Berufs- und Vergütungsrecht. Ihr ehrenamtliches Engagement begann im Vorstand des Bremischen Anwaltsvereins. Seit 2005 ist sie Vorsitzende des DAV-Ausschusses RVG und Gerichtskosten, seit 2011 Mitglied im Ausschuss Versicherungsrecht und engagiert sich in zahlreichen Arbeitsgemeinschaften im DAV. Dem Vorstand des DAV gehört sie seit 2009 an, dem Präsidium seit dem Jahr 2011.

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des DAV Nr. 2/2019 v. 21.03.2019


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