Gericht/Institution:BMAS
Erscheinungsdatum:19.12.2018
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Bundeskabinett beschließt Fachkräftestrategie und Fachkräfteeinwanderungsgesetz

 

Das Bundeskabinett hat am 19.12.2018 die neue Fachkräftestrategie der Bundesregierung beschlossen, welche auf die Sicherung und Erweiterung der inländischen, europäischen und internationalen Fachkräftepotenziale abzielt.

Deutschlands Wirtschaft und Arbeitsmarkt seien in sehr guter Verfassung. Der Strukturwandel stelle den Arbeitsmarkt jedoch vor große Herausforderungen. Globaler Wettbewerb, der demografische Wandel und die schnell voranschreitende Digitalisierung führten zu tiefgreifenden Veränderungen des Arbeitsmarktes. Arbeitgeber wie Erwerbstätige stelle dies vor komplexe Herausforderungen. Es drohe eine stärkere Arbeitskräfteknappheit bei gleichzeitigem Arbeitskräfteüberschuss. Das Missverhältnis zwischen den Anforderungsprofilen der Betriebe und den Qualifikationen der Arbeitsuchenden drohe zukünftig zuzunehmen.

Eine branchenübergreifende Fachkräftestrategie sei damit bedeutender denn je. Denn die Zukunft unserer sozialen Marktwirtschaft, unser Wohlstand und die Stabilität unserer sozialen Sicherungssysteme hingen in entscheidendem Maße davon ab, wie gut es uns gelingen werde, die Fachkräftebasis trotz abnehmender Erwerbsbevölkerung auch in einer digitalen Zukunft zu sichern und zu erweitern.

Unsere Wirtschaft sei aber auch weiterhin auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen. Schon heute leisteten Fachkräfte aus dem europäischen Ausland im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und trügen wesentlich zu einer Entspannung der Fachkräftesituation bei. Damit dies auch in Zukunft so bleibe, soll mit verschiedenen Maßnahmen der Arbeitsstandort Deutschland für Fachkräfte aus dem europäischen Ausland und ihre Familien attraktiv gehalten werden. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz wurde am 19.12.2018 zugleich ein erster Baustein der dritten Säule der Fachkräftestrategie auf den Weg gebracht.

Ergänzt werde das Paket der Bundesregierung durch das Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung, das klarere Regelungen für die Ausbildungsduldung enthalte, diese auf Helferausbildungen ausweite und darüber hinaus einen neuen Duldungstatbestand für gut integrierte Geduldete schaffe.

Die Fachkräftestrategie wurde von den Ministerinnen und Ministern Franziska Giffey, Anja Karliczek, Horst Seehofer, Peter Altmaier und Hubertus Heil erarbeitet und mit den Spitzen der Sozialpartner, Länder, Kammerorganisationen und der Bundesagentur für Arbeit diskutiert. Die Erarbeitung der konkreten Maßnahmen erfolge in einem fortlaufenden Prozess in den drei Säulen unter Federführung des bzw. der jeweils zuständigen Ressorts der Bundesregierung und im Dialog mit den relevanten Partnern.

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilungen des BMAS Nr. 49/2018 und des BMWi v. 19.12.2018


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