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Gericht/Institution:Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Erscheinungsdatum:28.04.2020
Quelle:juris Logo

vzbv fordert Hilfe für Tourismusbranche ohne Zwangsgutscheine für Verbraucher

 

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert, dass sich die Bundesregierung deutschland- und europaweit für eine nachhaltig wirkende Hilfe für die gesamte Reisebranche einsetzen muss, da Zwangsgutscheine für abgesagte Reisen und Flüge nicht verbraucherfreundlich seien.

Am 27.04.2020 hat eine Videokonferenz der für Tourismus zuständigen EU-Minister stattgefunden. In der Konferenz ging es um die umstrittene Gutscheinlösung für Reise- und Flugbuchungen.

Stattdessen schlägt der vzbv vor, einen Reisesicherungsfonds einzurichten. Dabei handele es sich um einen vorläufig aus Steuermitteln finanzierten oder mit Staatsgarantien versehenen Fonds. Sämtliche Rückzahlungen, die von Reiseanbietern und Fluggesellschaften an ihre Kunden geleistet werden müssten, würden aus diesem Fonds bezahlt. So blieben die Unternehmen in der Krise liquide. Diese könnten so alle weiteren Akteure in der Reisebranche, wie z.B. Hotels, Reisevermittler oder Buchungssysteme, vertragsgemäß entlohnen. Nach der Krise erhielten die Unternehmen von ihren Kunden das dringend benötigte Geld.

Die dem Fonds entnommenen Beträge würden die Unternehmen später zurückzahlen, nach etwa drei bis sechs Jahren.

In einem Kurzpapier erklärt der vzbv ausführlich die Nachteile von Zwangsgutscheinen und die Vorteile eines Reisesicherungsfonds.

Weitere Informationen
PDF-Dokument Hilfe für Tourismusbranche ohne Zwangsgutscheine für Verbraucher - Kurzpapier des vzbv (PDF, 265 KB)

juris-Redaktion
Quelle: Newsletter des Verbraucherzentrale Bundesverbandes v. 27.04.2020



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