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Gericht/Institution:Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus
Erscheinungsdatum:06.05.2020
Quelle:juris Logo

Sachsen startet Soforthilfeprogramm für Musikschulen und freie Musiklehrkräfte

 

Sachsens Kulturministerium unterstützt die freien Musikschulen in der Corona-Krise mit einem neuen Soforthilfeprogramm in Höhe von rund 6 Millionen Euro.

Antrage können ab sofort beim Sächsischen Musikrat e.V. gestellt werden.

Mit dem Programm sollen die Einnahmeverluste der freien Musikschulen und der Honorarlehrkräfte aufgrund der Corona-Pandemie ausgeglichen werden. Zudem werden bis zu 60% der Honorarausfälle von freien oder privaten Anbietern von außerschulischem Musikunterricht ersetzt. Für die öffentlichen Musikschulen können die Kommunen außerdem den Zuschuss des Freistaates für die pandemiebedingten Mehrausgaben nutzen.

Dies haben die Sächsische Staatsregierung und die kommunalen Spitzenverbände im Rahmen des Schutzschirms für Kommunalfinanzen am 05.05.2020 vereinbart.

"Ich freue mich sehr, dass wir die Musikschulen als auch die freien Lehrkräfte jetzt in dieser schwierigen Zeit unterstützen können. Denn wir wissen, dass derzeit im Schnitt ein Drittel des Unterrichts an den Musikschulen ausfallen muss. Diese fehlenden Einnahmen wollen wir ausgleichen und so die Musikschulen bestmöglich unterstützen. Ich finde es zudem hervorragend, dass viele Musikschulen alternative Lösungen gefunden haben. So werden zwei Drittel des Musikschulunterrichts zum Beispiel als Videounterricht angeboten", betont die sächsische Kulturministerin Barbara Klepsch.

Ausfallen müssen in den Musikschulen derzeit Ensemblearbeit, Gruppenunterricht und der gesamte Bereich der musikalischen Früherziehung. Entsprechend sinken die Einnahmen durch Unterrichtsgebühren um ein Drittel gegenüber den Planzahlen.

Der Sächsische Musikrat begrüßt die Finanzhilfen des Freistaates Sachsen für nicht-kommunale Musikschulen sowie für freie und private Anbieter von Musikunterricht. Das Programm sei eine Wertschätzung gegenüber den vielen Musikpädagoginnen und Musikpädagogen in Sachsen.

Die Musikschulen erhalten einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Das Programm gilt innerhalb des Zeitraumes, in dem die Allgemeinverfügung den Musikschulunterricht auch zu Teilen nicht ermöglicht. Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung ist, dass sich die Musikschulen nicht in kommunaler Trägerschaft befinden und bereits durch das SMWK im Rahmen der Förderrichtlinie Musikschulen/Kulturelle Bildung gefördert werden.

Freie oder private Anbieter von außerschulischem Musikunterricht aus Sachsen, die professionell und selbstständig tätig sind, ihr Einkommen überwiegend durch ihre Freiberuflichkeit verdienen und durch die Absage von außerschulischem Musikunterricht aufgrund der aktuell geltenden Allgemeinverfügung für den Freistaat Sachsen Einnahmeausfälle nachweisen, können einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe bis zu 60% der nachgewiesenen Einnahmeausfälle beantragen. Die maximale Unterstützung beträgt 750 Euro je Woche.

Das Hilfsprogramm wird den Zeitraum Mitte März bis zum Ende des Schuljahres abdecken.

Das Kulturministerium fördert im Jahr 2020 innerhalb der Förderrichtlinie Musikschulen/ Kulturelle Bildung insgesamt 32 Musikschulen im Freistaat Sachsen. 11 der 32 durch den Freistaat Sachsen geförderten Musikschulen befinden sich in freier Trägerschaft. 

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus v. 06.05.2020



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