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Gericht/Institution:Stadt Frankfurt
Erscheinungsdatum:07.10.2020
Quelle:juris Logo

Verschärfte Corona-Regeln: Sperrstunde und Alkoholverbot in Frankfurt beschlossen

 

Nach dem rasanten Anstieg der Infektionszahlen reagiert die Stadt Frankfurt mit verschärften Corona-Regeln: Eingeführt wird unter anderem eine Sperrstunde ab 22 Uhr, Mundschutz auf Einkaufsstraßen, Alkoholverbot auf Plätzen und in Parks sowie eine Beschränkung privater Feiern auf maximal 25 bzw. 10 Personen.

Die neuen Einschränkungen gelten zunächst für zehn Tage.

In den vergangenen sieben Tagen lag die Zahl der Neuinfektionen in Frankfurt bei 46,5. Damit steht Frankfurt kurz vor Erreichen der vierten Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes Hessen. In diesem Fall seien weitergehende Maßnahmen erforderlich. Konkret erfordere die neue Eskalationsstufe ein konsequentes Beschränkungskonzept, um die Pandemie einzudämmen, sowie eine engere Zusammenarbeit mit dem Covid 19-Planungsstab des Hessischen Sozialministeriums und den Versorgungseinrichtungen.

Der größte Anteil der aktuell Neuinfizierten (innerhalb der letzten sieben Tage; 29.09. bis 05.10.2020) findet sich weiterhin bei den 20 bis 29-Jährigen mit 24%, gefolgt von der Gruppe der 30 bis 39-Jährigen mit 22,8%. Bei 30 Fällen handelt es sich um Reiserückkehrende, drei Fälle sind im Zusammenhang mit Sportvereinen aufgetreten und 89 Fälle gehen auf eine Gemeinschaftsunterkunft zurück, über die bereits zurückliegend berichtet wurde.

In einer Sondersitzung hat sich der Verwaltungsstab der Stadt Frankfurt am 06.10.2020 auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket verständigt.

Folgende Maßnahmen gelten ab dem 09.10.2020 bis18.10.2020:

• Es wird eine Sperrstunde von 22 Uhr bis 6 Uhr eingeführt.
• Im öffentlichen Raum wird der Konsum von Alkohol verboten. Das gilt für Plätze, Straßen und Grünflächen.
• In Einkaufspassagen und großen Einkaufsstraßen wird eine Maskenpflicht eingeführt. Eine genaue Übersicht der betroffenen Örtlichkeiten wird derzeit erarbeitet.
• Das Hygienekonzept für „Herbst in der Stadt“ wird überarbeitet. Die ursprünglich für Donnerstag, 8. Oktober, angedachte Eröffnung wird verschoben.
• Begrenzungen bei privaten Feiern: höchstens 25 Teilnehmende in öffentlichen oder angemieteten Räumen. Für Feiern in privaten Räumen: dringende Empfehlung von maximal 10 Personen.
• Es wird geprüft, ob nach den Herbstferien analog zum Vorgehen Offenbachs eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen eingeführt wird.
• Für religiöse Feiern gilt eine Maskenpflicht analog zu Gottesdiensten.
• Im Individualverkehr wird bei mehreren Personen ein Mund-Nase-Schutz empfohlen.
• Das Angebot, dass sich städtisches Personal im Kita-Bereich kostenlos testen lassen kann, wird verlängert.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Frankfurt v. 06.10.2020

 



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